Künstliche Intelligenz ist in Schweizer Unternehmen angekommen – aber meist noch vorsichtig und punktuell. Zwischen 2024 und 2025 stieg der Anteil der Schweizer KMU, die KI-Tools integriert haben, von 22 auf 34 Prozent. Fast die Hälfte (45 Prozent) betrachtet KI mittlerweile als Vorteil für ihre Geschäftstaätigkeit. 60 Prozent sehen darin eine Chance, nur 8 Prozent eine Bedrohung. Das zeigt die jährliche AXA Arbeitsmarktstudie 2025.
Was diese Zahlen noch nicht zeigen: Die meisten Schweizer KMU befinden sich in einer frühen Experimentierphase. Sie nutzen KI wo der Aufwand gering und das Risiko überschaubar ist – Marketing-Texte generieren, E-Mails reformulieren, einfache Chatbots für FAQs. Die grossen Produktivitätsgewinne, die KI theoretisch ermoglicht, werden noch nicht abgeschöpft. Gleichzeitig warnt die AI Maturity Study 2026 von ti&m und der Hochschule Luzern: über 70 Prozent der Unternehmen investieren weniger als 5 Prozent ihres IT-Budgets in KI – trotz klarer positiver Korrelation zwischen KI-Investitionen und Effizienzgewinnen.
Eine Studie von Google, digitalswitzerland und Implement Consulting Group (präsentiert am WEF Davos, Januar 2026) zeigt das Ausmass des ungenutzten Potenzials: Die Schweiz verfügt durch den Einsatz von KI in Forschung, Entwicklung und Innovationsprozessen über ein jährliches Wertschöpfungspotenzial von rund 15 Milliarden CHF. Eine Steigerung des Schweizer BIP um 1,7 Prozent ist möglich – mehr als der EU-Durchschnitt von 1,4 Prozent. Dieses Potenzial wird bis dato nicht annähernd ausgeschöpft.
Dieser Artikel zeigt Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmern, wie sie KI von der Experimentierphase zu einer echten betrieblichen Strategie entwickeln – ergebnisorientiert, ressourcenschonend und nDSG-konform.
