Datenquelle und Grafik: AXA/Sotomo 2026 - AXA-KMU Arbeitsmarktstudie - Sorge vor US IT Abhängigkeit

Die Sorge ist da, das Handeln lässt auf sich warten. Das ist die Kernbotschaft der AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2026, für die das Forschungsinstitut Sotomo im März 2026 336 Schweizer KMU aus der Deutsch- und Westschweiz befragt hat. Auf die Frage, ob sie sich über ihre Abhängigkeit von US-IT-Lösungen wie Cloudsoftware Sorgen machen, antwortete eine deutliche Mehrheit der Betriebe mit Ja. Nur: Auf die Sorge folgt bei den wenigsten eine konkrete Massnahme.

Eine Mehrheit sorgt sich – aber nur eine Minderheit handelt

57 Prozent der befragten Schweizer KMU machen sich Sorgen über die Abhängigkeit von IT-Lösungen aus den USA. Damit ist das Thema für die Mehrheit der Betriebe längst kein Randthema mehr, sondern eine spürbare betriebliche Realität. Aufgeschlüsselt nach Handlungsstand zeigt sich aber ein deutliches Gefälle:

  • 13 Prozent der KMU sind bereits auf eine europäische Alternative umgestiegen.
  • 15 Prozent planen eine Umstellung, haben sie aber noch nicht umgesetzt.
  • 29 Prozent haben trotz Bedenken bisher keine konkreten Massnahmen ergriffen.
  • Der Rest verspürt keine Sorgen oder ist sich unsicher.

Anders gesagt: Fast drei von zehn Betrieben wissen um das Risiko, kommen aber nicht vom Fleck. Das Loslösen von US-Anbietern, so die Studie, fällt vielen KMU schlicht schwer.

Sorgen der Schweizer KMU über US IT Abhängigkeit

Datenquelle und Grafik: AXA/Sotomo 2026 – AXA-KMU Arbeitsmarktstudie

Woher die Sorge kommt

Die Skepsis gegenüber US-Technologie ist Teil eines grösseren Bilds. Dieselbe Studie zeigt, dass Schweizer KMU dem Wirtschaftsstandort USA zunehmend misstrauen: Fast ein Drittel der Betriebe erwartet, dass die USA in den nächsten fünf Jahren an wirtschaftlicher Bedeutung verlieren werden, während Schweiz und China als Gewinner gesehen werden. Auch bei der Innovationskraft schneiden die USA aus KMU-Sicht überraschend schwach ab – nur 31 Prozent stufen sie als innovationsstark ein, deutlich weniger als die Schweiz (63 %) oder China (45 %).

Vor diesem Hintergrund wirkt die Sorge um US-Cloudlösungen wie ein Symptom eines breiteren Vertrauensverlusts. Wer seine Kundendaten, seine Buchhaltung oder seine gesamte Kommunikation auf US-Servern verwaltet, ist von Entscheidungen abhängig, die ausserhalb der eigenen Kontrolle liegen – vom US Cloud Act bis zu politischen Verwerfungen, die auch international vernetzte KMU laut Studie zunehmend zur Neuausrichtung ihrer Geschäftsstrategie zwingen.

Eine besonders kritische Abhängigkeit zeigt sich bei den IT-Lösungen, die in Schweizer KMU zum Einsatz kommen. Denn diese stammen zumeist aus den USA.

Quelle: AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2026

Warum der Wechsel trotzdem ausbleibt

Dass 29 Prozent der besorgten Betriebe untätig bleiben, hat selten mit Gleichgültigkeit zu tun. In der Praxis sind es meist drei Gründe, die eine Migration verzögern:

Fehlende Ressourcen. Ein KMU mit zehn oder zwanzig Mitarbeitenden hat in der Regel keine eigene IT-Abteilung, die eine Systemumstellung nebenbei stemmt. Die Migration von CRM, E-Mail, Buchhaltung oder Projektmanagement wirkt schnell wie ein Fass ohne Boden.

Unklare Kostenfolgen. Viele Betriebe wissen nicht, was ein Wechsel tatsächlich kostet – und schätzen den Aufwand deshalb höher ein, als er ist. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein KMU mit 15 Mitarbeitenden zahlt für eine Kombination aus Microsoft 365 Business Standard und einem separaten US-CRM-Tool schnell CHF 25 bis 35 pro Nutzer und Monat (Salesforce ab 150 CHF …), was sich auf CHF 4’500 bis 6’300 im Jahr summiert – zuzüglich der Integrationskosten zwischen den Einzellösungen. Eine konsolidierte europäisch beziehungsweise DSGVO-konforme Suite liegt oft in ähnlicher Grössenordnung, spart aber bei den Schnittstellenkosten, weil CRM, Buchhaltung, E-Mail-Marketing und Kundensupport aus einer Hand kommen.

Angst vor Komplexität. Gewachsene Prozesse, jahrelang gepflegte Kundendaten, eingespielte Abläufe – ein Wechsel fühlt sich nach Risiko an, selbst wenn er langfristig güns­tiger und rechtlich sauberer ist.

Wo KMU-Digitalisierung ansetzt

Genau an diesen drei Punkten setzt KMU-Digitalisierung an. Als Zoho-Consulting-Praxis begleiten wir Schweizer KMU sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung einer Ablösung von US-Software:

In der Planungsphase erstellen wir eine Bestandsaufnahme der bestehenden Systeme, zeigen auf, wo Abhängigkeiten von US-Cloud-Diensten bestehen, und entwickeln eine realistische Roadmap – inklusive einer transparenten Kostenrechnung, damit die Entscheidung auf Fakten statt auf Bauchgefühl basiert.

In der Umsetzungsphase übernehmen wir die technische Migration: von der Datenübertragung über die Integration von CRM, Buchhaltung, Kampagnen und Kundensupport bis zur Schulung der Mitarbeitenden. Mit Zoho als europäisch datenschutzkonformer Alternative lassen sich die meisten Kernprozesse eines KMU – CRM, E-Mail, Rechnungsstellung, Marketing, Support – aus einer einzigen, in sich integrierten Suite abdecken. Das reduziert nicht nur die Abhängigkeit von einzelnen US-Anbietern, sondern häufig auch die Gesamtkosten, weil Schnittstellen zwischen verschiedenen Insellösungen entfallen.

Für die 29 Prozent der KMU, die sich zwar sorgen, aber noch nicht wissen, wo sie anfangen sollen, ist genau das der erste Schritt: eine unverbindliche Auslegeordnung, die zeigt, wo eine Umstellung sich lohnt – und wo nicht.

Häufige Fragen zur US-Cloud-Abhängigkeit von Schweizer KMU

Wie viele Schweizer KMU sorgen sich um ihre Abhängigkeit von US-IT-Lösungen?

Gemäss der AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2026 machen sich 57 Prozent der Schweizer KMU Sorgen über ihre Abhängigkeit von US-IT-Lösungen wie Cloud-Software. Nur 34 Prozent zeigen sich unbesorgt.

Wie viele KMU haben bereits auf europäische Alternativen umgestellt?

13 Prozent der befragten KMU sind bereits auf eine europäische Lösung umgestiegen, 15 Prozent planen eine Umstellung, und 29 Prozent haben trotz Bedenken noch keine konkreten Massnahmen ergriffen.

Warum zögern viele KMU beim Wechsel weg von US-Anbietern?

Die häufigsten Gründe sind fehlende interne IT-Ressourcen, unklare Kostenfolgen und die Sorge vor Komplexität bei der Migration gewachsener Prozesse und Kundendaten.

Was kostet eine Umstellung auf eine europäische Softwarelösung?

Das hängt stark von Betriebsgrösse und bestehenden Systemen ab. Als grobe Orientierung: Ein KMU mit 15 Mitarbeitenden zahlt für eine Kombination aus mehreren US-Einzellösungen oft CHF 4’500 bis 6’300 pro Jahr, wozu Integrationskosten zwischen den Systemen kommen. Eine konsolidierte Suite liegt preislich oft ähnlich, spart aber bei den Schnittstellen.

Wie unterstützt KMU-Digitalisierung beim Ausstieg aus US-Cloud-Lösungen?

KMU-Digitalisierung begleitet Schweizer KMU bei der Planung (Bestandsaufnahme, Roadmap, Kostenrechnung) und bei der Umsetzung (Migration, Integration, Schulung) einer Umstellung auf europäisch datenschutzkonforme Lösungen wie Zoho.

Quelle: AXA KMU-Arbeitsmarktsudie 2026