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Google PageSpeed Insights ist das Standard-Tool, um die Ladezeit und Core Web Vitals einer Website zu prüfen – inklusive konkreter Empfehlungen zur Optimierung.

Direkt zum Tool: https://pagespeed.web.dev/

In dieser Anleitung zeige ich Ihnen, wie Sie PageSpeed Insights richtig nutzen, was die wichtigsten Kennzahlen (LCP, INP, CLS) bedeuten und welche Massnahmen in der Praxis am meisten bringen – besonders für WordPress-Websites.

Aktualisiert 2026: Core Web Vitals (LCP/INP/CLS) aktualisiert, Quick-Fixes ergänzt.

Wie schnell eine Website geladen wird, ist wichtig. Wenn Ihre Seite langsam ist, riskieren Sie, dass Ihre Nutzer wegklicken und ein anderes Suchergebnis aufrufen. Außerdem bieten schnelle Seiten Ihren Nutzern ein besseres Erlebnis als langsame. Daher werden Sie die Leistung Ihrer Website vermutlich ständig beobachten und versuchen, mögliche Probleme zu beseitigen.

Google PageSpeed Insights ist ein großartiges Tool, das Ihnen hilft, Probleme zu erkennen, die die Leistung Ihrer Website beeinträchtigen könnten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Google PageSpeed Insights nutzen können, um eine gleichbleibend hohe Leistung Ihrer Website zu gewährleisten.

Kurzfazit: Was PageSpeed Insights wirklich misst

  • Field Data (CrUX): echte Nutzerdaten – entscheidend für Core Web Vitals.
  • Lab Data (Lighthouse): Testumgebung – gut für Debugging und Vergleiche.
  • Wichtig: Nicht der Score allein zählt, sondern ob LCP/INP/CLS „grün“ sind.

Google PageSpeed Insights – Ein Überblick

A laptop screen showing Google Pagespeed Insights.

Google PageSpeed Insights: Das Ziel ist, im grünen Bereich zu sein – Foto von Justin Morgan auf Unsplash

Mit Google PageSpeed Insights können Sie feststellen, ob es Leistungsprobleme mit Ihrer Website gibt. Es ist ein Tool, das Ihnen detaillierte Berichte über die Leistung Ihrer Website auf Desktop- und Mobilgeräten liefert. Das Tool bietet sowohl Daten aus kontrollierten Umgebungen als auch aus realen Szenarien. So erhalten Sie einen besseren Überblick über die tatsächlichen Leistungsindikatoren Ihrer Website.

Um sich nach einem Geschwindigkeitstest einen Überblick zu verschaffen, können Sie sich auf die Leistungsbewertung verlassen, die auf der Berichtsseite angezeigt wird. Ein Leistungswert von über 90 ist ideal, während ein Wert zwischen 50 und 90 verbesserungswürdig ist. Und ein Wert unter 50 ist schlecht.

PageSpeed Insights nutzen: Schritt-für-Schritt

  1. Öffnen Sie das Tool: pagespeed.web.dev
  2. URL eingeben und Test starten.
  3. Zwischen Mobil und Desktop wechseln (beides prüfen).
  4. Field Data prüfen: Sind Core Web Vitals bestanden?
  5. Lab Data nutzen, um Ursachen zu finden (z.B. Render-Blocking, Bilder, JS).
  6. Empfehlungen priorisieren: erst die grossen Hebel, dann Feinschliff.

Google PageSpeed Insights macht es Ihnen einfach, Erkenntnisse zu gewinnen. Rufen Sie die PageSpeed Insights-Website auf, geben Sie die URL ein, die Sie analysieren möchten, und klicken Sie auf “Analysieren”. Hier geht´s zur PageSpeed Insights-Webseite:

https://pagespeed.web.dev/

Sie erhalten innerhalb weniger Sekunden Ergebnisse und können zwischen Desktop- und Mobilberichten umschalten. Die Leistungsbewertung wird oben auf der Ergebnisseite angezeigt, gefolgt von verschiedenen Datenbereichen. Dazu gehören Felddaten, Labordaten und Audits.

Die Ergebnisseite von Google PageSpeed Insights bietet eine Reihe verschiedener Metriken, mit denen Sie die Leistung Ihrer Website auf einen Blick erkennen können.

Core Web Vitals: LCP, INP und CLS einfach erklärt

  • LCP (Largest Contentful Paint): Wie schnell der wichtigste Inhalt sichtbar wird (oft Bild/Hero).
  • INP (Interaction to Next Paint): Wie schnell die Seite auf Interaktionen reagiert (Klicks, Eingaben).
  • CLS (Cumulative Layout Shift): Wie stabil das Layout ist (springen Elemente beim Laden?).

Wenn diese Werte im grünen Bereich sind, ist das in der Praxis wichtiger als ein perfekter Lighthouse-Score.

So interpretieren Sie die Google PageSpeed Insights-Felddaten

Google PageSpeed Insights untersucht den Bericht zur Nutzererfahrung von Chrome, um Ihnen einen detaillierten Bericht zu den Felddaten zu liefern. Der Bericht enthält die folgenden Metriken:

  • First Contentful Paint (FCP) – bezeichnet die Zeit, die für das erste Rendern von Text oder Bild durch den Browser benötigt wird
  • First Input Delay (FID) – quantifiziert die Nutzererfahrung beim Umgang mit einer nicht reagierenden Seite
  • Largest Contentful Paint (LCP) – gibt die Zeit an, die zum Laden des Hauptinhalts der Seite benötigt wird.
  • Kumulative Layoutverschiebung (CLS) – zeigt unerwartete Layoutverschiebungen durch den Benutzer an.

Google stuft die folgenden Werte für jeden dieser Datensätze als gut, verbesserungswürdig und schlecht ein:

Gut

Daten

Ergebnis

FCP

[0, 1800ms]

FID

[0, 100ms]

LCP

[0, 2500ms]

CLS

[0, 0.1]

Gutes PSI-Ergebnis

Verbesserungsbedürftig

Daten

Ergebnis

FCP

[1800ms, 3000ms]

FID

[100ms, 300ms]

LCP

[2500ms, 4000ms]

CLS

[0.1, 0.25]

PSI-Wert, der verbessert werden muss

Schlecht

Daten

Ergebnis

FCP

über 3000ms

FID

über 300ms

LCP

über 4000ms

CLS

über 0,25

PSI-Wert, der als schlecht angesehen wird

Wie interpretiert man die Google PageSpeed Insights Lab-Daten?

Mit Hilfe von Lighthouse, einem automatisierten Tool, das bei der Verbesserung der Qualität von Webseiten hilft, bietet PageSpeed Insights auf der Ergebnisseite bestimmte Metriken an, die als Lab-Daten kategorisiert sind. Diese sind:

  • First Contentful Paint – die Zeit, die benötigt wird, um den ersten Text oder das erste Bild zu rendern
  • Grösstes inhaltsreiches Bild – die Zeit, die zum Rendern des größten Textes oder Bildes benötigt wird
  • Geschwindigkeitsindex – gibt an, wie schnell der Inhalt einer Webseite aufgefüllt wird.
  • Kumulative Layoutverschiebung – zeigt unerwartete Layoutverschiebungen durch den Benutzer an
  • Zeit bis zur Interaktivität – die Zeit, die eine Webseite benötigt, um vollständig interaktiv zu werden.
  • Gesamte Sperrzeit – die gesamte Zeitspanne zwischen FCP und Time to Interactive

Auf der Grundlage dieser Daten wird die Leistungsbewertung einer Webseite berechnet.

Audits

Die Daten aus den Audits sind in drei verschiedenen Abschnitten verfügbar – Chancen, Diagnosen und bestandene Audits.

Chancen – Dies sind Vorschläge zur Verbesserung der Ladegeschwindigkeit Ihrer Website. Sie erhalten eine Schätzung, wie schnell die Seite laden wird, wenn Sie die Verbesserungsvorschläge umsetzen.

Diagnosen – Die Diagnosen enthalten eine Liste zusätzlicher Erkenntnisse, die anzeigt, inwieweit eine Webseite mit den besten Praktiken der Webentwicklung übereinstimmt.

Bestandene Audits – In diesem Abschnitt werden alle verschiedenen Audits angezeigt, die die Webseite bestanden hat.

Wie man den Google PageSpeed Insights-Score verbessert

Einige Strategien, die Sie anwenden können, um den Google PageSpeed Insights-Score zu verbessern, sind:

1. Bildoptimierung

Einer der wichtigsten Aspekte, die zu einem besseren Ergebnis bei Google PageSpeed Insights beitragen, ist die Bildoptimierung. Sie müssen sicherstellen, dass die auf Ihre Websites hochgeladenen Bilder die richtige Größe haben. Verwenden Sie responsive Bilder, die für das jeweilige Gerät optimiert sind. “Lazy Loading, d. h. das Laden nur der Bilder, die gerade auf dem Bildschirm zu sehen sind, trägt erheblich zur Verbesserung der Website-Leistung bei.

Die Bildkomprimierung ist ein weiterer wichtiger Faktor, der Ihnen dabei helfen wird, den Google PageSpeed Insights-Score zu verbessern. Tools zur Bildkomprimierung sind zum Beispiel TinyPNG, Squoosh, Compressor oder Imagify.

2. Verkürzung der Server-Antwortzeiten

Eine weitere Empfehlung von Experten zur Verbesserung des Google PageSpeed Insights-Scores ist die Reduzierung der Server-Antwortzeiten. Es gibt mehrere Strategien, die Sie umsetzen können, um die Server-Antwortzeiten zu reduzieren. Dazu gehören:

  • Nutzung eines Content Delivery Network
  • Implementierung von Browser-Caching
  • Nur die wichtigsten Plugins behalten
  • Ein leichtgewichtiges Theme verwenden
  • Investition in einen zuverlässigen Hosting-Dienst

3. Minimalisierung

Sie können die Größe von CSS-, JavaScript- und HTML-Dateien verringern, indem Sie nicht benötigte Zeichen, Duplikate usw. entfernen. Wenn sich auf der Website ungenutzte CSS-Dateien befinden, können Sie diese auch vollständig entfernen.

4. AMP

Um die mobile Nutzung Ihrer Website zu optimieren, können Sie AMP oder “Accelerated Mobile Pages” verwenden. Dadurch werden alle Inhalte oder Funktionen entfernt, die für einen Nutzer, der über ein mobiles Gerät auf Ihre Website zugreift, nicht relevant sind.

5. Umleitungen reduzieren

Weiterleitungen sind ein wesentlicher Aspekt einer Website, da sie schlechte Nutzererfahrungen aufgrund von fehlerhaften Links verhindern. Allerdings können sich zu viele Weiterleitungen auf Ihrer Seite negativ auf Ihren PageSpeed Insights-Score auswirken. Dies liegt daran, dass zu viele Weiterleitungen zu längeren Ladezeiten auf Ihrer Website führen können.

Die wichtigsten PageSpeed-Quick-Fixes (Praxis)

  • Bilder optimieren: WebP/AVIF, richtige Dimensionen, Lazy Loading, keine riesigen Hero-Bilder.
  • Caching aktivieren: Page Cache + Browser Cache (Server/Plugin).
  • Render-Blocking reduzieren: kritisches CSS, unnötige CSS/JS entfernen, Skripte verzögert laden.
  • Fonts optimieren: lokal hosten, nur benötigte Schnitte, preload.
  • Third-Party-Skripte prüfen: Chat-Widgets, Tracking, eingebettete Tools sind oft die grössten Bremsen.
  • Hosting/Server: TTFB verbessern (PHP-Version, Object Cache, CDN je nach Setup).

 

Fazit

Eine Webseite zu optimieren ist Aufwand. Und dieser wird durch schnelle Ladezeiten und bessere Indexierung bei Suchmaschinen belohnt. Niemand wartet gerne im Internet. Daher belohnt Google schnelle Seiten. Unseren Kunden empfehlen wir aus diesem Grund immer auch Nitropack.io. Nitropack macht Ihre Webseite super schnell!

Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen eine gute Vorstellung davon vermittelt, wie Sie Google PageSpeed Insights nutzen können. Sie wissen nun auch, wie Sie Probleme mit der Website-Performance erkennen und beheben. Kontaktieren Sie uns gern, wenn Sie mehr wissen möchten oder Fragen geklärt haben wollen.

FAQ: Google PageSpeed Insights

1) Was ist Google PageSpeed Insights?

Ein kostenloses Google-Tool, das Ladezeit, Performance und Core Web Vitals einer URL analysiert und Optimierungsvorschläge liefert.

2) Wo finde ich das PageSpeed Insights Tool?

Hier: https://pagespeed.web.dev/

3) Warum unterscheiden sich Mobile und Desktop Werte?

Mobile Tests simulieren langsamere Geräte/Netze und sind oft strenger. Deshalb sind Mobile-Werte häufig schlechter als Desktop.

4) Was bedeutet der PageSpeed Score?

Der Score ist ein Lighthouse-Wert aus Lab-Daten. Er ist nützlich als Orientierung, aber wichtiger sind die Core Web Vitals (Field Data), weil sie reale Nutzererfahrung abbilden.

5) Was ist der Unterschied zwischen Field Data und Lab Data?

Field Data sind echte Nutzerdaten (CrUX), Lab Data sind Messungen in einer Testumgebung. Field Data sind für SEO/UX meist entscheidender.

6) Was ist LCP?

LCP misst, wie schnell der Hauptinhalt sichtbar wird. Häufige Ursachen für schlechten LCP sind grosse Bilder, langsamer Server (TTFB) oder render-blocking Ressourcen.

7) Was ist INP?

INP misst die Reaktionsfähigkeit bei Interaktionen. Schlechte Werte kommen oft von zu viel JavaScript, langen Main-Thread-Tasks oder schweren Third-Party-Skripten.

8) Was ist CLS?

CLS misst Layout-Verschiebungen. Typische Ursachen sind Bilder ohne feste Dimensionen, nachladende Banner oder Fonts, die „springen“.

9) Wie oft sollte man PageSpeed Insights testen?

Nach grösseren Änderungen (Theme, Plugins, Tracking) und regelmässig (z.B. monatlich). Wichtig: immer mehrere Seiten testen (Startseite, wichtige Landingpages, Blogartikel).

10) Welche Massnahmen bringen am schnellsten Resultate?

Meist: Bildoptimierung, Caching, Reduktion von Third-Party-Skripten und das Entfernen unnötiger Plugins/Assets. Danach Feintuning (CSS/JS, Fonts, CDN).