Eine Unternehmensnachfolge oder ein geplanter Unternehmensverkauf scheitert selten an der Idee – sondern an der Vorbereitung. Käufer:innen wollen ein KMU übernehmen, das transparent geführt ist, stabile Prozesse hat und bei dem Umsatz, Kundenbeziehungen und Know-how nicht an einzelnen Personen hängen.
Genau darum geht es in diesem Artikel: Wie Sie Ihr Unternehmen „verkaufsbereit“ machen – nicht mit Kosmetik, sondern mit klaren Zahlen, sauber dokumentierten Abläufen und einer Organisation, die auch ohne Sie zuverlässig funktioniert.
Aktualisiert 2026: Checkliste erweitert, typische Stolpersteine ergänzt und Praxis-Tipps zur Digitalisierung aufgenommen.
Darum geht es im Beitrag
- 1 Kurzfazit: Was macht ein KMU für die Nachfolge wirklich attraktiv?
- 2 Die Bedeutung der Unternehmensnachfolge
- 3 Warum ist eine gute Unternehmensnachfolge so wichtig?
- 4 Wie kann ich mein Unternehmen aufhübschen, bevor ich es verkaufe?
- 5 Worauf muss ich bei der Suche nach dem richtigen Käufer achten?
- 6 FAQ
- 7 Checkliste: Unternehmensnachfolge für Inhaber-geführte KMU (5–50 Mitarbeitende)
- 7.1 1) Ziele, Zeitplan und „Deal-Readiness“ klären
- 7.2 2) Zahlen & Kennzahlen: Transparenz schaffen
- 7.3 3) Kundenrisiken reduzieren (Abhängigkeiten sichtbar machen)
- 7.4 4) Prozesse standardisieren (damit das Unternehmen ohne Sie läuft)
- 7.5 5) Rollen, Verantwortlichkeiten, Stellvertretungen
- 7.6 6) Team & Bindung: Schlüsselpersonen absichern
- 7.7 7) Systeme & Digitalisierung: Datenqualität + Nachvollziehbarkeit
- 7.8 8) Dokumente & Verträge: „Due-Diligence“-Ordner vorbereiten
- 7.9 9) Compliance, Datenschutz, Sicherheit (Trust-Faktor)
- 7.10 10) Angebot & Positionierung schärfen
- 7.11 11) Übergabeplan: Wissen, Kunden, Betrieb
- 7.12 12) Quick Wins (in 30 Tagen machbar)
Kurzfazit: Was macht ein KMU für die Nachfolge wirklich attraktiv?
- Planbarkeit: wiederkehrende Umsätze, nachvollziehbare Kennzahlen, klare Angebots-/Preismodelle.
- Unabhängigkeit von Personen: Wissen ist dokumentiert, Verantwortlichkeiten sind verteilt, Stellvertretungen existieren.
- Saubere Prozesse: Offerten, Aufträge, Rechnungen, Support und Lieferantenmanagement sind standardisiert.
- Kundenbindung: Kundenbeziehungen sind im System sichtbar (nicht nur im Kopf), Risiken (Top-1 Kunde) sind bekannt.
- Digitaler Reifegrad: Tools sind etabliert, Datenqualität stimmt, Reporting ist möglich.
Die Bedeutung der Unternehmensnachfolge
Ein Unternehmen ist wie eine Braut, die vor dem Verkauf aufgehübscht werden muss. Dies bedeutet, dass das Unternehmen in den bestmöglichen Zustand versetzt werden muss, bevor es an einen Käufer veräußert wird. Dies beinhaltet die Optimierung des Unternehmenswertes sowie die Vorbereitung der Unternehmensnachfolge. Die Unternehmensnachfolge ist ein wesentlicher Bestandteil des Verkaufsprozesses und sollte daher sorgfältig geplant werden.

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Die Planung der Unternehmensnachfolge ist ein komplexer Prozess, der viele verschiedene Aspekte berücksichtigt. Zunächst muss festgestellt werden, ob das Unternehmen überhaupt verkauft werden soll. In vielen Fällen ist es sinnvoller, das Unternehmen weiterzuführen und an die nächste Generation (Familienintern oder im Betrieb) zu übertragen. Wenn jedoch der Entschluss gefasst wird, das Unternehmen zu verkaufen, muss sorgfältig geplant werden, um den maximalen Erlös zu erzielen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Planung ist die Festlegung des Verkaufszeitpunktes. Viele Unternehmer entscheiden sich für einen Verkauf, sobald sie in Rente gehen. Dies hat jedoch einige Nachteile. Zum einen sinkt der Wert des Unternehmens oft mit dem Alter des Inhabers. “Er muss verkaufen…” und dies kalkulieren potentielle Käufer ein. Zum anderen besteht die Gefahr, dass das Unternehmen nach dem Ausfall (Krankheit, Tod) des Inhabers eingestellt wird oder an einen Konkurrenten verkauft wird. Daher ist es meist sinnvoller, das Unternehmen vor dem Ruhestand und in voller Blüte zu verkaufen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Planung ist die Suche nach einem geeigneten Käufer. Nicht jeder, der Interesse am Kauf eines Unternehmens hat, ist auch tatsächlich geeignet. Es ist wichtig, einen Käufer zu finden, der das Unternehmen erfolgreich weiterführt und den Arbeitsplatz für die Mitarbeiter sicherstellt. Gleichzeitig sollte der Käufer auch bereit sein, den maximalen Preis zu zahlen. Plattformen wie Companymarket.ch sind ein digitales Schaufenster und seit 20 Jahren werden hier Unternehmen erfolgreich angeboten.
Die Suche nach einem geeigneten Käufer kann eine langwierige und kostspielige Angelegenheit sein. Daher sollte diese Aufgabe in die Hände von erfahrenen Profis gelegt werden. Die Vermittlung eines erfahrenen Maklers und die Nutzung von companymarket.ch ist in vielen Fällen die beste Lösung. Makler haben oft umfangreiche Kontakte zu potenziellen Käufern und können so den idealen Käufer für das Unternehmen finden. Zudem sind Sie mit den Prozessen einer Unternehmensnachfolge bestens vertraut.
Die Planung der Unternehmensnachfolge ist ein komplexes Thema und sollte daher sorgfältig behandelt werden. Durch die Beachtung dieser Aspekte kann jedoch sichergestellt werden, dass das Unternehmen erfolgreich an den nächsten Eigentümer übertragen wird und maximaler Gewinn erzielt wird.
Warum ist eine gute Unternehmensnachfolge so wichtig?
In letzter Zeit hört man immer öfter den Rat, sich um sein Unternehmen zu kümmern, bevor man es verkaufen will. Dabei geht es darum, die Braut so attraktiv wie möglich zu machen, damit man einen guten Preis erzielt.
Aber was genau bedeutet das und warum ist es so wichtig? Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass der Verkauf eines Unternehmens eine große Sache ist. Das Unternehmen ist oft das Lebenswerk des Gründers und enthält viele persönliche Erinnerungen. Der Verkauf bedeutet auch, sich von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten zu trennen. Daher ist es wichtig, sich gut zu überlegen, ob man sein Unternehmen wirklich verkaufen will oder ob man nicht doch weitermachen möchte.
Wenn man sich aber dazu entscheidet, sein Unternehmen zu verkaufen, dann ist es wichtig, die Braut so attraktiv wie möglich zu machen. Viele Unternehmensverkäufe scheitern, weil der Verkäufer nicht genug Zeit und Mühe in die Vorbereitung gesteckt hat. Man muss sich klar machen, dass der Käufer in erster Linie an den finanziellen Zahlen interessiert ist. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle, zum Beispiel die Zukunftsaussichten des Unternehmens oder die Qualität der Belegschaft.
Um einen guten Preis für sein Unternehmen zu erzielen, muss man also vor allem daran arbeiten, die finanzielle Situation des Unternehmens zu verbessern. In vielen Fällen lohnt es sich, externe Berater hinzuzuziehen, um objektive Einschätzungen zu bekommen. Auch ein Businessplan kann hilfreich sein, um die Attraktivität des Unternehmens für potenzielle Käufer deutlich zu machen. Wichtig ist in jedem Fall, sich genügend Zeit für die Vorbereitung des Verkaufs zu nehmen – sonst besteht die Gefahr, dass der Unternehmensverkauf scheitert und man am Ende mit leeren Händen da steht.
Wie kann ich mein Unternehmen aufhübschen, bevor ich es verkaufe?
Es gibt viele Gründe, warum man sein Unternehmen verkaufen möchte. Vielleicht ist es Zeit für einen Tapetenwechsel oder man möchte sich aus dem Geschäftsleben zurückziehen und die Früchte seiner Arbeit ernten. Wenn Sie Ihr Unternehmen verkaufen möchten, sollten Sie jedoch nicht nur darauf warten, bis ein Käufer auftaucht – Sie sollten Ihr Unternehmen auch richtig aufhübschen!

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Denn je besser das Aussehen Ihres Unternehmens, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen guten Preis für den Verkauf bekommen. Also, worauf sollten Sie bei der Aufhübschung Ihres Unternehmens achten? Zunächst einmal ist es wichtig, sich um die inneren Werte des Unternehmens zu kümmern.
Stellen Sie sicher, dass alle Abläufe reibungslos funktionieren und optimieren Sie diese wo nötig. Ein effizientes CRM, Automatisierte Prozesse und digitale Arbeitsinstrumente sind heute Standard. Die Kundenzufriedenheit sollte generell auf einem hohen Niveau liegen. Bewertungen auf Google oder anderen Bewertungsplattformen zeigen wie Kunden Ihr Unternehmen sehen und auch potentielle Käufer sehen dies. Denn je zufriedener die Kunden mit Ihrem Angebot sind, desto mehr Umsatz generiert Ihr Unternehmen – was wiederum attraktiv für potenzielle Käufer ist. Achten Sie also darauf, dass sowohl die Produkte als auch der Service stets top-notch sind!
Ebenso wichtig ist es natürlich, auch äußerlich etwas Wind in die Segel des Unternehmens zu bringen. Nehmen Sie sich Zeit für eine gründliche Reinigung und Renovierung der Räumlichkeiten, Fassaden anstrich kann wort wörtlich helfen und machen Sie alles schick und ansprechend – sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden. Investieren Sie in moderne Büromöbel und -geräte und heben Sie sich von der Konkurrenz ab! Eine ansehnliche Website mit interessantem Content kann hierbei natürlich ebenfalls Wunder wirken. Kurzum: Schaffen Sie einen Wert. Steigern Sie die Attraktivität ihrer Wahrnehmung des Unternehmens.
Worauf muss ich bei der Suche nach dem richtigen Käufer achten?
Es gibt einige Dinge, die Sie beachten müssen, wenn Sie Ihr Unternehmen verkaufen möchten. Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie sich mit dem Thema Unternehmensnachfolge auskennen und wissen, worauf es ankommt. Viele Menschen glauben, dass der Verkauf ihres Unternehmens so einfach ist wie der Verkauf eines Hauses oder einer Immobilie. Aber das stimmt nicht. Es gibt viel mehr zu beachten und es ist sehr wichtig, dass Sie sich gut informieren, bevor Sie den Schritt in die Selbstständigkeit machen.
Zuerst sollten Sie sich überlegen, ob Sie Ihr Unternehmen wirklich verkaufen oder behalten möchten. Wenn Sie es behalten möchten, können Sie versuchen, es zu verbessern und mehr Gewinn damit zu machen. Auf diese Weise haben Sie immer noch die Kontrolle über Ihr Unternehmen und können entscheiden, was mit ihm geschieht.

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Wenn Sie jedoch denken, dass der Verkauf Ihres Unternehmens die beste Option für Sie ist, dann sollten Sie sich an einen professionellen Berater oder Makler wenden und herausfinden, was er empfehlen würde. Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Unternehmen zu verkaufen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Denken Sie daran; je besser Ihr Unternehmen läuft und je größer die Nachfrage nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen ist desto höher ist der Preis den man für ihn bezahlt. Je schlechter aber, desto geringer die Chance auf hohe Preise – also unbedingte Voraussetzung für erfolgreichen Verkauf: Ein funktionierendes Geschäft!
…je besser Ihr Unternehmen läuft und je größer die Nachfrage nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen ist desto höher ist der Preis den man für ihn bezahlt.
Es gibt Professionelle-Unternehmensverkäufer, die auf bestimmte Branchen spezialisiert sind. Diese haben in der Regel hervorragende Kontakte und kennen den Markt genau. Sie wissen, welche Investoren an einem Kauf interessiert sein könnten und können so die Verhandlungen entsprechend vorbereitet angehen. Auch beim Preis machen sie keine Fehler – Professionelle Nachfolgeberater verstehen ihr Handwerk! Sie erkennen diese daran, dass Sie bei companymarket aufgeführt sind.
Es gibt viele Hebel, um den theoretischen Wert eines Unternehmens zu steigern, darunter:
- Umsatzsteigerung: Eine Erhöhung des Umsatzes kann den Wert eines Unternehmens steigern, da es ein Indikator für eine wachsende Nachfrage nach seinen Produkten oder Dienstleistungen ist.
- Kosteneinsparungen: Eine Reduzierung der Kosten kann den Gewinn eines Unternehmens steigern und somit seinen Wert erhöhen.
- Effizienzsteigerung: Eine Steigerung der Effizienz kann dazu beitragen, die Kosten zu senken und den Umsatz zu erhöhen, was wiederum den Wert eines Unternehmens steigern kann. Prozesse digitalisieren und optimieren ist ein Ansatz.
- Diversifikation: Eine Diversifikation in neue Märkte oder Produktbereiche kann das Risiko eines Unternehmens verringern und somit seinen Wert erhöhen.
- Branding & Marketing: Ein Unternehmen das bekannt ist und einen Brand, eine Marke mitbringt hat einen Wert. Auch für ein lokales KMU kann der Ruf und die Reputation On- und Offline ein wertsteigerndes Instrument sein.
Investoren betrachten bei bevorzugten Kaufobjekten in der Regel die folgenden Kriterien:
- Finanzielle Stabilität: Investoren werden sicherstellen wollen, dass das Unternehmen finanziell stabil ist, mit einer gesunden Liquidität und einem positiven Cashflow.
- Marktposition: Investoren werden die Marktposition des Unternehmens und seine Wettbewerbsfähigkeit untersuchen, um sicherzustellen, dass es eine starke Stellung in seinem Markt hat.
- Wachstumspotential: Investoren werden das Wachstumspotential des Unternehmens bewerten, einschließlich seiner Fähigkeit, seinen Umsatz und seinen Gewinn zu steigern.
- Managementqualität: Investoren werden auch die Qualität des Managements des Unternehmens beurteilen, einschließlich seiner Fähigkeit, das Unternehmen erfolgreich zu führen und seine Geschäftsstrategie umzusetzen.
- Branchentrends: Investoren werden auch die Trends in der Branche untersuchen, in der das Unternehmen tätig ist, um sicherzustellen, dass es in einer Wachstumsbranche tätig ist.
- Quick-Wins: Mit welchen kleinen Massnahmen und Prozessoptimierungen (e-Commerce, Digitalisierung …) lässt sich schnell mehr Umsatz und Gewinn machen um den Kauf zu refinanzieren.
Im Wissen darumworauf Käufer achten, kann es daher sehr sinnvoll sein einen Schritt schneller zu sein und zum Beispiel gewisse Prozesse vorher zu digitalisieren, einen Teil der Gewinne daraus abzuschöpfen und dem Kaäufer zu zeigen das man top für die Zukunft vorbereitet ist. Dies schaft Vertrauen und Sicherheit – was den Kaufpreis steigert.
Benötigen Sie Unterstützung bei der Digitalisierung oder dem digitalen Marketing und Verkauf, so stehen wir von KMU Digitalisierung gerne zur Verfügung. Vor oder nach der Unternehmensnachfolge.
FAQ
Wo finde ich zum Verkauf stehende Unternehmen?
Zum Kauf stehende Unternehmen findet man häufig über M&A-Plattformen (companymarket.ch), Treuhänder, Branchenverbände, Banken/Finanzierer oder über das eigene Netzwerk. Wichtig: Bevor Sie ein Unternehmen aktiv anbieten oder suchen, lohnt sich eine klare Vorbereitung (Zahlen, Prozesse, Risiken), damit Gespräche effizient und vertrauenswürdig laufen.
Gibt es Besonderheiten beim Unternehmensverkauf in der Kosmetik-Branche?
Ja – je nach Geschäftsmodell (Studio, Handel, E-Commerce) sind Themen wie Stammkundschaft/Abos, Standortabhängigkeit, Personalbindung, Lieferantenverträge, Markenrechte und Hygiene-/Regulatorik besonders wichtig. Die Grundlogik bleibt aber gleich: Je besser Prozesse, Kennzahlen und Kundenbeziehungen dokumentiert sind, desto leichter wird die Übergabe.

Checkliste: Unternehmensnachfolge für Inhaber-geführte KMU (5–50 Mitarbeitende)
Diese Checkliste hilft Ihnen, Ihr Unternehmen so vorzubereiten, dass eine Nachfolge oder ein Verkauf realistisch planbar wird – mit weniger Risiko für Käufer:innen und weniger Abhängigkeit von Ihnen als Inhaber:in.
1) Ziele, Zeitplan und „Deal-Readiness“ klären
- Wollen Sie intern übergeben (Management-Buy-out/Familie) oder extern verkaufen?
- Zeithorizont festlegen (z.B. 12/24/36 Monate) und Meilensteine definieren.
- Welche Rolle übernehmen Sie nach Übergabe (0%, 20%, Beratung für 6–12 Monate)?
2) Zahlen & Kennzahlen: Transparenz schaffen
- Monatliches Reporting: Umsatz, Rohertrag/Marge, Fixkosten, Cashflow (einfach, aber konsequent).
- Trennung von privaten/inhaberbezogenen Kosten (damit „bereinigter Gewinn“ nachvollziehbar ist).
- Top-10 Kunden, Top-10 Produkte/Dienstleistungen, Deckungsbeiträge (wenn möglich).
- Offene Posten, Zahlungsziele, Mahnprozess dokumentiert.
3) Kundenrisiken reduzieren (Abhängigkeiten sichtbar machen)
- Kundenkonzentration prüfen: Anteil Top-1/Top-3 Kunden am Umsatz.
- Wiederkehrende Umsätze stärken (Serviceverträge, Wartung, Abos, Retainer).
- Kundenbeziehungen im System dokumentieren (Kontakte, Historie, Angebote, Projekte).
- Churn-/Abwanderungsgründe sammeln und Gegenmassnahmen definieren.
4) Prozesse standardisieren (damit das Unternehmen ohne Sie läuft)
- Die 5 Kernprozesse schriftlich festhalten: Lead→Angebot, Auftrag/Projekt, Lieferung/Leistung, Rechnung/Mahnwesen, Support/Reklamation.
- Pro Prozess: Verantwortliche Person, Stellvertretung, Checkliste, typische Fehler.
- Vorlagen zentralisieren (Angebote, Verträge, E-Mails, Briefings, Übergabeprotokolle).
5) Rollen, Verantwortlichkeiten, Stellvertretungen
- Organigramm (auch wenn klein) + klare Zuständigkeiten pro Bereich.
- Mindestens 1 Stellvertretung für: Verkauf, Finanzen, Operations/Produktion, Kundenbetreuung.
- Wissen aus „Kopf des Inhabers“ in Dokumentation/Playbooks überführen.
6) Team & Bindung: Schlüsselpersonen absichern
- Schlüsselrollen identifizieren (wer hält den Betrieb am Laufen?).
- Arbeitsverträge, Löhne, variable Komponenten, Ferien-/Überstundenregelungen sauber dokumentieren.
- Retention-Massnahmen überlegen (Entwicklung, Perspektive, Bonus bei Übergabe, klare Kommunikation).
7) Systeme & Digitalisierung: Datenqualität + Nachvollziehbarkeit
- Ein zentrales System für Kunden/Projekte/Belege (statt Insellösungen und Excel-Schatten-IT).
- Datenqualität prüfen: Dubletten, fehlende Felder, uneinheitliche Stammdaten.
- Rechte/Rollen sauber setzen (keine Shared Accounts; Zugriffe nachvollziehbar).
- Einfaches Management-Dashboard (Pipeline, Umsatz, Auslastung, offene Rechnungen).
8) Dokumente & Verträge: „Due-Diligence“-Ordner vorbereiten
- Gesellschaftsdokumente, Verträge, Versicherungen, Miet-/Leasingverträge, IP/Markenrechte.
- Lieferantenverträge + Kündigungsfristen + Abhängigkeiten.
- Kundenverträge/AGB/Datenschutzdokumente aktuell und auffindbar.
- Eine zentrale Ablage mit klarer Struktur (z.B. „Finanzen“, „Kunden“, „HR“, „Legal“, „IT“).
9) Compliance, Datenschutz, Sicherheit (Trust-Faktor)
- Datenschutz: Verantwortlichkeiten, Aufbewahrung, Löschkonzept (pragmatisch, aber dokumentiert).
- Backups: regelmässig, getestet, Verantwortliche Person definiert.
- Passwort-/MFA-Regeln, Zugriffsprozesse bei Ein-/Austritt von Mitarbeitenden.
10) Angebot & Positionierung schärfen
- Was ist euer „Core“ (Top 1–3 Leistungen/Produkte) und warum kaufen Kund:innen genau das?
- Welche Leistungen sind unprofitabel oder schwer übergabefähig (zu owner-abhängig)?
- Preise/Leistungspakete vereinheitlichen (weniger Sonderfälle, bessere Skalierbarkeit).
11) Übergabeplan: Wissen, Kunden, Betrieb
- Übergabeplan in Phasen: 0–30 Tage (Stabilität), 30–90 Tage (Übergabe), 90–180 Tage (Optimierung).
- Kundenkommunikation vorbereiten (wer informiert wann und wie?).
- Klare „Inhaber-Ausnahme-Liste“: Was darf nach Übergabe nicht mehr an Ihnen hängen?
12) Quick Wins (in 30 Tagen machbar)
- Top-10 Prozesse als 1-Seiter dokumentieren (Inhaber + Team gemeinsam).
- CRM/Projektliste bereinigen (Dubletten raus, Verantwortliche setzen).
- Offene Posten/Mahnwesen standardisieren.
- „Due-Diligence“-Ordnerstruktur anlegen und die wichtigsten Dokumente sammeln.
Tipp: Wenn Sie nur eine Sache priorisieren: Reduzieren Sie Inhaber-Abhängigkeit. Je weniger der Betrieb an Ihrer Person hängt, desto einfacher wird die Unternehmensnachfolge – und desto besser wird in der Regel auch die Bewertung.