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Geschäftsmodell: Definition, Relevanz und Arten

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Das Geschäftsmodell eines Unternehmens beschreibt die Art und Weise, wie das Unternehmen Umsätze bzw. Gewinne erwirtschaftet. Besonders in der heutigen Zeit, die immer stärker durch Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist, gewinnt dieses Thema im Bereich KMU zunehmend an Bedeutung. Denn das richtige Geschäftsmodell erlaubt es Ihnen, auch langfristig den Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten.

In diesem Artikel lernen Sie alles zur Definition, der Relevanz und den verschiedenen Arten von Geschäftsmodellen. Damit haben Sie einen guten Überblick, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Was ist ein Geschäftsmodell?

Es gibt zwar keine einheitliche Definition von dem Begriff Geschäftsmodell, doch im Grunde gleichen sich alle Erklärungen dazu am Ende sehr stark. Im Vordergrund steht nämlich die Funktionsweise, wie das Unternehmen letztlich sein Geld verdient. Dabei beantworten Geschäftsmodelle wichtige Fragen, zum Beispiel, wie es Werte erstellt und an seine Kunden bringt, um davon zu profitieren.

Es kann hierbei erhebliche Unterschiede beim Geschäftsmodell geben, etwa zwischen produzierenden Unternehmen oder Dienstleistungsunternehmen. Deswegen gibt es auch keine allgemeingültigen Wahrheiten, die für alle Unternehmen in allen Situationen gültig sind. Denn jeder Betrieb hat seine ganz eigenen Produktionsschritte, Prozesse und Kunden, die für die Wertschöpfung verantwortlich sind.

Was sind die zentralen Elemente eines Geschäftsmodells?

Im Mittelpunkt eines Geschäftsmodells stehen in der Regel drei wichtige Kernaspekte, die es zu beachten gilt. Dazu gehören das Nutzenversprechen, die Architektur der Wertschöpfung sowie das Ertragsmodell. Alle drei leisten dann zur Definition der jeweiligen Geschäftsmodelle verschiedener Unternehmen bei.

Nutzenversprechen

Dieses beschreibt den Nutzen für den Kunden oder andere Unternehmen, die als Partner agieren, und stellt klar, welchen Vorteil sie aus dieser Beziehung erzielen. Deswegen nennt man das Nutzenversprechen auch Wertangebot (Value Proposition). Letztlich soll die Frage beantwortet werden, welchen Nutzen das Unternehmen seinen Kunden oder Partnern bieten kann.

Architektur der Wertschöpfung

Im zweiten Aspekt dreht es sich weniger um den Nutzen oder die Zielgruppe, sondern darum, wie die Wertschöpfung erbracht wird. Das umfasst auch eine sogenannte Architektur, die beschreibt, welche Stufen und Schritte in diesem Prozess zu beschreiten sind. Dabei zielt alles darauf ab, die Art der Leistungserstellung sowie die Märkte zu definieren, die bedient werden sollen.

Ertragsmodell

Zuletzt stellt das Ertragsmodell den monetären Erfolg des Geschäftsmodells dar. Dabei entscheiden die Erträge und Gewinne im Wesentlichen darüber, wie viel das Geschäftsmodell überhaupt wert ist. Nachdem Sie also die Fragen beantwortet haben, womit und wie das Unternehmen seine Umsätze generiert, steht jetzt das Wodurch im Mittelpunkt der Betrachtung.

Warum sind Geschäftsmodelle wichtig?

Das passende Modell schafft es, Kundenprobleme zu erkennen, sie zu lösen und daraus einen Gewinn zu schlagen. Deswegen stehen Geschäftsmodelle oftmals im Fokus einer jeden Betrachtung, um ein profitables Unternehmen aufbauen zu können.

Daraus ergeben sich zahlreiche wichtige Vorteile:

Aus diesen Gründen sind Geschäftsmodelle in der modernen Welt so wichtig, weshalb das Thema rund um Business Model Innovation immer weiter vorangetrieben wird. Wer nämlich eine innovative Idee hat, der kann diese mithilfe des passenden Modells bestmöglich ausschöpfen.

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Welche verschiedenen Geschäftsmodelle gibt es?

Es gibt unzählige verschiedene Geschäftsmodelle, die alle Wirtschaftsbereiche abdecken und dementsprechend unglaublich vielseitig sein können. Zu den beliebtesten und bekanntesten gehören die Folgenden.

Produzierendes Gewerbe

Das Geschäftsmodell im produzierenden Gewerbe ist denkbar einfach, wenn man es auf die wesentlichen Bestandteile herunterbricht. Es geht nämlich einfach darum, ein Produkt oder eine Leistung anzubieten, welche die Kundennachfrage bedient. Verkauft man das Produkt über den Kosten, hat man ein profitables Geschäftsmodell. Natürlich ist das eine sehr vereinfachte Ansicht.

E-Commerce

Mit der raschen Digitalisierung erfreuen sich Geschäftsmodelle im E-Commerce immer grösserer Beliebtheit und gewinnen weiter an Marktanteilen. Zu den Vorreitern und dominanten Unternehmen zählt hierbei sicherlich Amazon, das der weltweit grösste Online-Shop ist. Mittlerweile können aber auch KMU von einer eigenen Internetnetzpräsenz ganz erheblich profitieren und somit das eigene Geschäftsmodell erweitern.

Werbung

Das Internetzeitalter hat aber auch Geschäftsmodelle mit Werbung in den Vordergrund gerückt, so beispielsweise Google und Facebook. Dabei ist die Nutzung der Dienste für Kunden eigentlich komplett kostenlos, die Anbieter finanzieren sich zum Grossteil nämlich aus der Werbung. Auch klassische Medien wie das Free-TV fallen unter diese Kategorie, doch sie spielen in der heutigen Zeit eine immer kleinere Rolle.

Abonnement

Ein weiteres beliebtes Geschäftsmodell ist das Abo-Modell, bei dem der Anbieter seine Dienste gegen eine (oft monatliche) Gebühr zur Verfügung stellt. Netflix oder Premiere gehören dazu, aber auch immer mehr Software-Anbieter steigen auf dieses Modell um. Bei Software-as-a-Service (SaaS) zahlen Nutzer nämlich nicht mehr einen einmaligen Kaufpreis, sondern nutzen die Software gegen eine Abo-Gebühr. So greifen immer mehr KMU zu diesem Modell, um die hohen Anschaffungskosten teurer ERP-Systeme zu vermeiden.

Franchise

Das Franchise-Business-Modell ist überwiegend bei Fast-Food-Ketten beliebt, die dadurch rasantes Wachstum verzeichnen konnten. Dabei kaufen interessierte Franchisee das Konzept und die Lieferketten hinter der Marke, die das Franchise-Unternehmen bereitstellt. Zudem leisten die Franchisee einen weiteren Beitrag, gemessen am Umsatz oder Gewinn, den sie an das Unternehmen abführen müssen.

Freemium

Ein weiteres Konzept, das dank des Internets immer beliebter wird, ist das Freemium-Modell. Dabei handelt es sich um einen Wortmix aus „Free“ und „Premium“. Ein Unternehmen stellt bei diesem Geschäftsmodell die Dienste zunächst kostenlos bereit, um möglichst viele Kunden anzulocken, versteckt praktische Zusatzleistungen aber dann hinter kostenpflichtigen Paketen.

Fazit

Wer als Unternehmen eine neue Idee und das passende Geschäftsmodell entwickeln kann, setzt damit die besten Voraussetzungen für einen langfristigen Erfolg. Denn die rasche Globalisierung und Digitalisierungen stellen besonders KMU vor immer grössere Herausforderungen. Dabei gilt der Grundsatz, dass man sich niemals auf den bestehenden Erfolgen ausruhen darf, sondern sich stets an die sich ändernde Umwelt anpassen muss.

Genau hierbei können das richtige Geschäftsmodell sowie eine leistungsstarke Software wie Zoho One heute das entscheidende Alleinstellungsmerkmal sein. Als Unternehmen profitieren Sie nicht nur von klaren Prozessen und Zielen, sondern Sie decken auch die gesamte Wertschöpfungskette problemlos ab. Damit machen Sie sich dank der Digitalisierung frühzeitig fit für die Zukunft.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie sich von den Experten von KMU Digitalisierung beraten, die Ihnen dabei helfen, Ihr Geschäftsmodell in Zoho One abzubilden.

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