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Die grössten Herausforderungen bei der Digitalisierung für Schweizer KMU

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Die Digitalisierung ist für Schweizer KMU längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Doch der Weg in die digitale Zukunft ist für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) steinig. Studien der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und aktuelle Branchenanalysen zeigen: Die Hürden sind vielfältig – von fehlender Digitalstrategie über mangelndes Know-how bis hin zu Cybersecurity-Risiken und Ressourcenknappheit. Ein Überblick über die zentralen Herausforderungen und was sie für die Schweizer Wirtschaft bedeuten.

Die grössten Herausforderungen bei der Digitalisierung für Schweizer KMU

Fehlende Digitalstrategie und ungenutzte Potenziale

Eine der grössten Baustellen bleibt die strategische Verankerung der Digitalisierung. Laut einer grossen FHNW-Befragung von über 1’800 Unternehmen haben nur rund 50 Prozent der Schweizer KMU überhaupt eine formale Strategie für die digitale Transformation aufgestellt. Das erschwert die systematische Priorisierung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten erheblich5.

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Viele Unternehmen agieren reaktiv statt proaktiv: Sie digitalisieren einzelne Prozesse, ohne ein übergeordnetes Ziel oder eine klare Roadmap zu verfolgen. Das führt dazu, dass Potenziale nicht ausgeschöpft und Ressourcen ineffizient eingesetzt werden. Die Folge: 44 Prozent der KMU sind mit ihrem eigenen Digitalisierungsfortschritt unzufrieden, 34 Prozent fühlen sich durch die digitale Konkurrenz bedroht5.

Mangelndes Know-how und fehlende Fachkräfte

Der Mangel an IT-Kompetenzen und digitalem Wissen ist eine der am häufigsten genannten Hürden. Besonders kleinere Betriebe verfügen selten über eigene IT-Fachleute und sind auf externe Dienstleister angewiesen. In etwa einem Drittel der KMU gelten unzureichende Mitarbeiterkenntnisse als zentrales Hindernis für Digitalisierungsvorhaben57.

Die rasante Entwicklung neuer Technologien – von Künstlicher Intelligenz über Cloud-Lösungen bis zu Automatisierung – verschärft das Problem. Ohne gezielte Weiterbildung und den Aufbau digitaler Kompetenzen bleibt die digitale Transformation Stückwerk. Die FHNW-Studie zeigt: 85 Prozent der KMU erkennen die Bedeutung der Digitalisierung, aber nur 30 Prozent sind mit ihren Fortschritten zufrieden – ein deutlicher Hinweis auf die Kompetenzlücke7.

85 Prozent der KMU erkennen die Bedeutung der Digitalisierung, aber nur 30 Prozent sind mit ihren Fortschritten zufrieden – ein deutlicher Hinweis auf die Kompetenzlücke

Zeit- und Ressourcenmangel

Neben Know-how fehlt es vielen KMU schlicht an Zeit und finanziellen Ressourcen, um Digitalisierungsprojekte konsequent voranzutreiben. Im Tagesgeschäft bleibt wenig Raum für strategische Innovation. Investitionen in neue Technologien werden oft als Risiko gesehen, insbesondere wenn kurzfristig keine klaren Erfolge absehbar sind7.

Das führt dazu, dass viele Unternehmen digitale Lösungen aufschieben oder nur halbherzig implementieren. Dabei müssen digitale Lösungen gar nicht teuer sein, sondern können helfen Lizenzkosten zu sparen und Effizienz zu gewinnen. Besonders riskant: Aus Zeit- und Kostengründen werden manchmal Tools eingeführt, die nicht ausreichend durchdacht oder gesichert sind – ein Einfallstor für Cyberrisiken7.

Cybersecurity und Datenschutz

Mit der Digitalisierung steigt das Risiko von Cyberangriffen und Datenverlusten. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigt: Jedes zehnte Schweizer KMU wurde bereits erfolgreich von Cyberkriminellen attackiert, oft mit erheblichen finanziellen Schäden. Über die Hälfte der betroffenen Unternehmen beklagte finanzielle Verluste, 13 Prozent sogar Kundendatenverluste oder Reputationsschäden7.

Trotz wachsender Bedrohungslage hat Cybersicherheit in vielen KMU noch immer keine hohe Priorität. Die Komplexität der IT-Sicherheit, fehlende Ressourcen und mangelndes Bewusstsein führen dazu, dass viele Unternehmen unzureichend geschützt sind. Dabei ist klar: Digitalisierung kann nur mit Cybersecurity erfolgreich sein.

Fragmentierte Daten und schwache Integration

Ein weiteres zentrales Problem sind Datensilos und mangelnde Integration der Systeme. In vielen KMU liegen Daten verteilt in verschiedenen, nicht miteinander verbundenen Anwendungen. Medienbrüche und manuelle Übertragungen kosten Zeit, erhöhen die Fehleranfälligkeit und bremsen die operative Effizienz5.

Ohne einheitliches Datenmanagement bleiben wichtige Informationen ungenutzt, Entscheidungen basieren auf unvollständigen oder veralteten Daten. Das schwächt die Innovationskraft und verhindert, dass neue Technologien wie Künstliche Intelligenz sinnvoll eingesetzt werden können – denn diese benötigen qualitativ hochwertige, zugängliche Daten als Fundament5.

Kulturelle und organisatorische Hürden

Digitalisierung ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine kulturelle Herausforderung. Viele KMU kämpfen mit Widerständen in der Belegschaft, Unsicherheiten bei der Einführung neuer Arbeitsformen und einer fehlenden Fehlerkultur. Die Einführung von Homeoffice, flexiblen Arbeitszeiten oder partizipativen Entscheidungsstrukturen wird häufig als Risiko statt als Chance gesehen2.

Dabei zeigen Beispiele aus der Praxis: Gerade kleinere Unternehmen könnten von ihrer Flexibilität profitieren und neue Arbeitsformen leichter einführen als Grossunternehmen. Voraussetzung ist jedoch, dass Führung und Mitarbeitende gemeinsam an einem Strang ziehen und offen für Veränderungen sind2.

Die grössten Herausforderungen der Digitalisierung für Schweizer KMU: Strategie, Know-how, Sicherheit und Integration im Fokus.

Technologietrends und Innovationsdruck

Technologietrends wie Künstliche Intelligenz, Hybrid Cloud, Edge Computing oder Blockchain verändern die Spielregeln in vielen Branchen. Für Schweizer KMU eröffnen sich dadurch enorme Chancen – von der Prozessoptimierung bis zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle6.

Doch der Innovationsdruck steigt: Wer zu spät investiert oder den Wandel abwartet, riskiert, den Anschluss zu verlieren. Gleichzeitig dürfen Themen wie Cybersicherheit, Datenschutz und Nachhaltigkeit nicht vernachlässigt werden. Eine klare Digitalstrategie und kompetente Begleitung sind entscheidend, um Stolpersteine zu vermeiden und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen6.

Digitalisierung und Kundenbeziehungen

Die Digitalisierung verändert auch die Beziehung zu den Kunden. Digitale Kanäle, personalisierte Angebote und schnelle Reaktionszeiten werden zunehmend zum Standard4. Unternehmen, die ihre Kundenbeziehungen digital managen, können Bedürfnisse besser erkennen und gezielter bedienen. Wer hier nicht Schritt hält, verliert an Wettbewerbsfähigkeit4.

Fazit: Digitalisierung bleibt für Schweizer KMU eine Daueraufgabe

Die Herausforderungen für Schweizer KMU auf dem Weg zur Digitalisierung sind vielfältig: fehlende Strategien, Kompetenzlücken, Ressourcenmangel, Cyberrisiken und kulturelle Hürden bremsen die Entwicklung. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung enorme Chancen für Effizienz, Innovation und neue Geschäftsmodelle.

Die Studienlage ist eindeutig: KMU, die frühzeitig in digitale Kompetenzen, sichere IT-Infrastrukturen und integrierte Datenmanagementsysteme investieren, sichern sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Entscheidend ist, den Wandel aktiv zu gestalten – mit einer klaren Strategie, gezielter Weiterbildung und dem Mut, neue Technologien auszuprobieren567.

Quellen:

Kurzum: Die Digitalisierung ist kein Sprint, sondern ein Marathon – und für Schweizer KMU bleibt sie eine der zentralen Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre. Wir helfen gerne!

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