Zahlungssysteme KMU Digitalisierung Schweiz
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Sie wollen erfolgreich Ihren WooCommerce Online Shop führen? Dann sollten Sie sich Gedanken machen, welche Schweizer Zahlungsoptionen Sie Ihren Kunden anbieten wollen, denn es stehen Ihnen verschiedene Zahlungssysteme in WooCommerce zur Verfügung.

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Zahlungsarten wie Kreditkartenzahlung, Paypal, Postfinance, Rechnung, WIR, Twint, Vorauskasse, Lastschriftverfahren, Scheckzahlungen oder auch Kryptowährungen wie Bitcoin.

Wenn Sie WooCommerce installieren haben Sie direkt die Zahlungsoptionen zur Verfügung, allerdings nur für Direkte Banküberweisung bzw. Vorauskasse, Scheckzahlungen, per Nachnahme und Paypal.

Für alles andere wie Rechnung, Kreditkartenzahlung oder die PostCard von PostFinance, welche in der Schweiz 50% Marktanteil hat bei Privaten, fehlen hier. Diese brauchen Sie aber in jedem Fall auch. Je nach Zielgruppe. Zahlungssysteme in WooCommerce auf die Zielgruppe auszurichten ist ein Erfolgsfaktor.

Eine weitere Zahlungsoption, die in der Schweiz relativ neu ist, ist die QR Rechnung. Diese sollten Sie auf jeden Fall auch in Ihren Optionen mit anbieten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Respektive die QR Rechnung ersetzt im Herbst 2022 den Einzahlungsschein und ist daher Pflicht.

person using laptop computer holding card

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Zahlungsmethode je nach Zielgruppe

Nicht jeder Webshop oder jedes Online Geschäftsmodell richtet sich an die selbe Zielgruppe. Daher hier eine grobe Empfehlung, was Sie anbieten sollten:

Business to Consumer (B2C): Twint, PostCard, Kreditkarte und Rechnung

Business to Business (B2B): Rechnung, Kreditkarte, allenfalls WIR

In diesen Reihenfolgen, würde ich es ganz Pauschal jedem schweizer Onlinehändler oder Webshop Betreiber empfehlen.

Twint und Postcard haben eine sehr hohen Marktanteil bei Privatkunden und Sie kriegen Ihr Geld realtiv schnell, daher ist dies für B2C geeignet. Nicht zu unterschätzen ist die Rechnung, welche sehr beliebt ist. Es gibt auch Exoten wie Bitcoin, der Marktanteil ist jedoch gering und kann Sie differenzieren.

Insbesondere in der Geschäftswelt ist Rechnung der Standard. Nicht alle Unternehmen verfügen über eine Geschäfts-Kreditkarte, schon mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Geschäfts-EC Karte oder so. Zahlungssysteme in WooCommerce und im e-Commerce per se, sollten auf die Kunden zugeschnitten sein. Immer!

Wie kommt die Zahlungsmethode ins WooCommerce

Für die Zahlungsfunktion werden in der Regel Plugins eingesetzt und hier gibt es Unterschiede. Plugins gibt es direkt von Twint oder PayPal oder von Zahlungsabwicklern. Zahlungsabwickler haben den Vorteil, dass Sie mehrer Zahlungsmethoden vereinen. Sprich ich kann zum Beispiel via Payrexx Kreditkarten, WIR, Twint und PostCard abrechnen. Somit brauche ich nur einen Partner. Seit 2021 zudem auch kein seperates Konto mehr bei der PostFinance für PostCard-Zahlungen, somit bin ich frei bei der Auswahl der Bank und kann alles anbieten.

Es gibt zum Beispiel für Kryptowährungen wie Bitcoin auch die Möglichkeit diese Währungen zu akzeptieren und anschliessend automatisch zu verkaufen und so direkt nur Schweizer Franken gutgeschrieben zu erhalten, wo durch das Zahlungsrisiko minimiert wird. Ein Cleveres Zahlungsystem für WooCommerce finde ich.

Rollen beim e-Commerce Zahlungsverkehr

Es gibt verschiedene Rollen bei Zahlungssysteme in WooCommerce respektive generell im e-Commerce, die wichtigsten hier kurz erklärt:

Customer: Der Kunde ist derjenige, der eine Dienstleistung oder ein Produkt in Ihrem Onlineshop kauft.

Acquirer: Der Acquirer ist der Anbieter derjenige, der den Zahlungsvorgang organisiert und hierfür in der Regel auch das entsprechende Plugin anbietet. In der Schweis bekannt sind die Acquirer Aduno, PostFinance, SIX (Worldline) oder Concardis.

Merchant: Als Merchant wird der Verkäufer, hier also der Onlineshop, bezeichnet. In anderen Worten: Es handelt sich um den Anbieter einer Dienstleistung oder eines Produktes, das an einen Kunden (Customer) verkauft wird.

Issuer: Der Issuer ist im Zahlungsverkehr derjenige, der die Zahlung abwickelt, also die Belastung auf dem Konto des Kunden vornimmt und dem Verkäufer gutschreibt. Die bekanntesten sind sicherlich die Kreditkartenanbieter MasterCard oder VISA, aber auch andere wie Paypal, Payoneer, Wallee etc.

Payment Gateway: Dieser Begriff beschreibt die technische Plattform, auf der die Transaktionsdaten gespeichert werden. Anhand dieser Daten wickelt der Acquirer die Zahlung ab. Bekannt sind in der Schweiz z.B. Datatrans, PostFinance oder SIX (Worldline). Als Onlineshopbetreiber müssen Sie sich um diesen Begriff normalerweise nicht kümmern.

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Abwicklung einer Zahlung im eCommerce-Bereich schematisch auch:

Schauen wir uns den Zahlungsprozess im e-Commerce mal genauer an:

  1. Der Kunde wählt auf der Website eines Händlers ein Produkt oder eine Dienstleistung aus und geht zur Kasse.
  2. In der Kasse gibt er die Transaktionsdaten ein, z. B. die Daten seiner Kredit- oder Debitkarte (Kartennummer, Name des Karteninhabers, Ablaufdatum der Karte, CVV-Nummer). Diese Daten werden dann über eine sichere Schnittstelle an das Payment Gateway weitergeleitet. Hier kommt das Zahlungssystem in WooCommerce bereits zum Zug.
  3. Das Payment Gateway verschlüsselt die Daten, führt Sicherheitsprüfungen zur Betrugsbekämpfung durch und sendet die Zahlungsdaten an den Acquiring-Dienstleister des Händlers (Merchant).
  4. Der Acquirer wiederum leitet die Zahlungsdaten sicher an die entsprechenden Anbieter der Zahlungsart weiter – in diesem Fall an die Kreditkartenfirma.
  5. Nach der Durchführung von Sicherheitsüberprüfungen durch den Anbieter der Zahlungsart werden die Daten an den Kartenherausgeber (Bank) des Kunden weitergeleitet.
  6. Der Kartenherausgeber führt eine weitere Sicherheitsüberprüfung durch und genehmigt die Transaktion anschliessend – oder er lehnt sie ab.
  7. An diesem Punkt wird der Genehmigungs- oder Ablehnungsstatus durch den ganzen Prozess zurückgegeben: 1. Mitteilung an die Kartenorganisation; 2. an den Acquirer des Händlers; und 3. via Payment Gateway zurück auf die Benutzeroberfläche der Onlineshop-Kasse.
  8. Wird die Transaktion genehmigt, zieht der Acquirer das Geld vom Kartenaussteller des Kunden ein und überweist es auf ein spezielles Konto des Händlers.
  9. Der Kunde erhält in der Benutzeroberfläche der Onlineshop-Kasse die Bestätigung, dass seine Zahlung entgegen genommen wurde – oder im Ablehnungsfall eben nicht.

Wenn Zahlungen über einen Prozessor abgewickelt werden, gibt es einen zusätzlichen Schritt im Vergleich zum direkten Acquiring. Es gibt jedoch Fälle, in denen dies für einen Händler sinnvoll ist. Leider gibt es nicht das Zahlungssysteme für WooCommerce das alles abdeckt, aber es gibt viele Gute, diese schauen wir nun im Detail an.

Welche Zahlungssysteme für WooCommerce gibt es:

Wir stellen Ihnen hier einmal die unterschiedlichen Zahlungssysteme vor und auch die Kosten bei einem Handelsumsatz von 2000 CHF zugrunde gelegt, die monatlich dafür anfallen. Sie müssen die Kosten für die Einrichtung noch dazu kalkulieren, die unterschiedlich ausfallen können.

SIX Worldline

Kosten: 42-152 CHF pro Monat, Setup gratis + 2-2.5% +0.10 CHF. pro Transaktion

Beschrieb: Mit der SIX goCard können Zahlungen direkt über ein Zahlmeister abgewickelt werden. In über 20 verschiedenen Währungen erhältlich.

Zahlungsmethoden: diverse

Payrexx

Kosten: 15-49 CHF pro Monat, Setup gratis, 1,3-5% +0-0.30 CHF pro Transaktion

Beschrieb: All-in-One Lösung mit günstigem Preismodell, verschiedenen Zahlungsschnittstellen und E-Commerce Tools. Kostenlose Shop Plug-Ins im WooCommerce.

Zahlungsmethoden: diverse

Zahls.ch

Kosten: 2.0-2.9% + 0.30 CHF pro Transaktion, 0-49 CHF pro Monat

Beschrieb: Schweizer Zahlungslösung für e-Commerce. zahls.ch erlaubt Ihnen die einfache Abwicklung von Zahlungen mit zahlreichen Zahlungsmitteln auf Ihrer Webseite oder Ihrem Shop. Sie bieten alle gängigen Zahlungsmittel an, auch lokale Anbieter wie TWINT.

Zahlungsmethoden: MasterCard/Visa, Twint, PostCard, Bob, AntePay, GPay und Apple Pay

PostFinance

Kosten: 15 CHF, Setup 249 CHF + 2.3-2.9% pro Transaktion

Beschrieb: Im Angebot alle gängigen Zahlungsarten wie PostFinance E-Finance, PostFinance Card, TWINT sowie Visa und Mastercard. Diverse Shop Plug-Ins.

Zahlungsmethoden: PostFinance E-Finance, PostFinance Card, TWINT sowie Visa und Mastercard

Paypal

Kosten: monatliche Kosten und Setup gratis – 2,49% + 0.55 CHF pro Transaktion

Beschrieb: Zahlungslink, Email Rechnungen und diverse Plug Ins zur Verfügung. Keine PostFinance Card und PostFinance E-Finance

Zahlungsmethoden: PayPal und Kreditkarten

Stripe

Kosten: monatliche Kosten und Setup gratis, 2,9 % + 0.30 CHF pro Transaktion

Beschrieb: Im Angebot verschiedene Services and Web und mobilen Apps. Ein modernes Design macht die Navigation einfach

Zahlungsmethoden: diverse, auch Alipay, aber keine regionalen Zahlungsmittel wie PostFinance Card, PostFinance E-Finance und Twint

QR Modul

Kosten: ab CHF 20.- pro Monat für Lizenz zur Nutzung von QR Modul, keine Transaktionskosten und keine Kosten für Plugin.

Beschrieb: Einfaches Modul, das sich in den bestehenden Shop integrieren läßt und die Option zu Teilen oder ganzen Rechnungen zu erstellen.

Zahlungsmethoden: QR Rechnung

Payoneer

Kosten: Set up kostenlos, Gebühren je nach Zahlung und Land – 1-3% pro Transaktion

Beschrieb: Einfache Rechnungsstellung an die Kunden, Zahlungen in wenigen Klicks anfordern. Einfache Nachverfolgung der Zahlungen. Nur in USD, EUR und GBP, keine CHF

Zahlungsmethoden: Banküberweisung, Kreditkarte oder ACH Bank Debit

Revolut

Kosten: Setup kostenlos, monatliche Kosten im Abo bis max 13,99 Euro im Monat + 2.8% und 0.30 EUR pro Transaktion

Beschrieb: Einfache Rechnungsstellung, auf Wunsch auch mit QR Link an den Kunden. Überall weltweit verfügbar und innerhalb von Sekunden sind Rechnungen erstellt.

Zahlungsmethoden: diverse

Wallee

Kosten: 19.95-69.90 CHF, Setup gratis, 1.3-2.6% + 0.18 CHF pro Transaktion

Beschrieb: Versand von Zahlungslinks, auch wiederholende Zahlungen,  Buchhaltung automatisiert.

Zahlungsmethoden: Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay, TWINT und viele mehr

Das QR Rechnungsmodul ist die Zukunft

Wir wollen uns hier einmal mehr auf das QR Rechnungsmodul konzentrieren, da dies die Zukunft ist, da es den. Zahlschein abgelöst hat.

Wenn sie das QR Rechnungsmodul in Ihren Shop integrieren möchten müssen Sie das mit einem Add-On machen. Das funktioniert sehr einfach und liefert Ihnen etliche Vorteile.

Sie können je nach Wahl entweder nur einzelne Zahlstelle oder ganze Rechnungen erstellen. Dabei funktioniert dies individuell oder als ganze Serie. Eine Serie hat den Vorteil, dass der gesamte Prozess automatisch abläuft.

Sie müssen hier nur die Stammdaten des Kunden hinterlegen. So werden der Name, die Adresse und die IBAN einmalig in Ihren Daten erfasst und müssen nicht jedes Mal neu hinterlegt werden. Das bringt Ihnen langfristig einen zeitlichen Vorteil.

Danach können Sie Ihre Rechnungsvorlage selbst erstellen. Entwerfen Sie dabei ein eigenes Design und definieren gewisse Textelement. Diese bilden die Grundlage für Ihre Rechnungen.

Der weitere Vorteil ist, dass wenn Sie die Stammdaten einmalig hinterlegt haben, diese auch für andere Prozesse zur Verfügung stehen und jederzeit von Ihren Mitarbeitern abgerufen werden können.

Sie sollten auch daran denken, dass das Erstellen einer Rechnung immer Zeit in Anspruch nimmt. Zeit ist in diesem Fall wie so oft Geld, denn wenn sich Mitarbeiter daran setzen müssen und Rechnungen erstellen dann müssen Sie als Arbeitgeber diese Arbeitszeit bezahlen. Wie viel besser wäre es, wenn Sie alle Prozesse automatisieren können, so dass das QR Rechnungsmodell diese Aufgabe automatisch für Sie übernimmt.

QR Rechnungen einfach erstellt

Sie können Ihren Kunden die QR Rechnung auch als Kaufbestätigung versenden. So erhalten Ihre Kunden per Email schon einmal alle relevanten Daten. 

Dabei können Sie das Kundenprofil so erstellen, dass Sie die Rechnung in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch erstellen.

QRModul speichert Ihre Daten auf sicheren Servern in der Schweiz. So haben Sie nicht die Gefahr eines Datenverlusts.

Die Rechnungen werden entweder in WordPress oder im QR Modul direkt abgelegt und können jederzeit von Ihren Mitarbeitern weltweit abgerufen werden.

Zudem bietet QRModul.ch Ihnen einen API Schnittstelle. Mit dieser können sie nicht nur das WooCommerce Plugin, sondern auch selber entwickelte ERP Systeme oder andere Lösungen verbinden und QR Rechnungen zu erstellen.

QR Modul, von der Schwarzenbach KMU Service AG, hat verschiedene Servicepakete im Angebot. Je nachdem wie umfangreich Sie den Service in Anspruch nehmen möchten.

Darin wird definiert, wie viele Stammdatenprofile Sie hinterlegen können, ob sie nur einen Zahlteil wünschen oder eine komplette Rechnung. Sie können entweder selbst Ihre Rechnungen versenden oder den Anbieter Ihre Rechnungen sogar drucken lassen. 

Des weiteren regelt der Servicevertrag, wie lange Ihre Daten gespeichert werden sollen.

Sie haben also die absolute Freiheit, nach Ihrem individuellen Business zu entscheiden, welchen Umfang Sie für die QR Rechnung wünschen.

Fazit

Zahlungssysteme in WooCommerce klingt schlimmer als es ist. Es ist jedoch ein Punkt der entscheidend ist für den Erfolg im e-Commerce. Ein grosser Teil der Bestellabbrüche erfolgt bei der Zahlung und dies lässt sich verhindern.

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