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Qualitative Ziele und quantitative Ziele: Definition, Beispiele und die Vereinigung der Ziele mit dem SMART-Marketing.

Für die Bewertung von Ideen oder die Zielfindung in Unternehmen spielen quantitative und qualitative Ziele eine wichtige Rolle. Eine klare Trennung der beiden ist Definitionsfrage.

Quantitative Ziele gelten als einfacher zu erörtern und zu definieren. Schließlich lassen sich Verbesserungen von Prozessen, Produkten, Dienstleistungen oder der Umsätze direkt messen, vergleichen und klar in Zahlen definieren.

Qualitative und quantitative Ziele gliedern sich in die SMART-Formel ein und sind mit Perspektive auf das Unternehmen als Einheit überraschend vielseitig. So kann ein Mitarbeitergespräch oder Bewerbungsgespräch mit Ausrichtung auf quantitative und qualitative Unternehmensziele erfolgen und geprüft werden, ob ein/-e Mitarbeiter/-in für eine neue Position geeignet ist, wenn er oder sie die eigenen Kompetenzen in die Erfüllung der Zielsetzung definieren kann.

Mit der Definition qualitativer und quantitativer Ziele wollen wir den Einstieg in die gesamtheitliche Betrachtung der SMART-Ziele finden und eine holistische Betrachtung der Zielsetzungen im Fokus auf Qualität und Quantität in Unternehmen ermöglichen.

Qualitative und quantitative Ziele definieren und planen

Laut “The Deloitte Global Millennial Survey 2019” sollten die Top Ziele von Unternehmen aus Sicht der Millennials auf:

  • qualitativ hochwertige Produkte,
  • Generierung von Arbeitsplätzen,
  • gute Lebensqualität der Arbeitnehmer und
  • eine Verbesserung der Gesellschaft ausgelegt werden.

Die Vielzahl schätzt die echten Ziele der Unternehmen allerdings als gewinnorientiert, innovativ und effizienzmotiviert ein.

Mit Zielen gehen wir auf Erfahrungen der Vergangenheit ein, finden Konzepte für Verbesserungen, um Abläufe zu optimieren und auf Trends einzugehen – auch auf Zielgruppen der Millennials oder auf deren Konsumverhalten. Alle diese Ziele lassen sich in die Kategorien qualitative und quantitative Ziele einteilen. Doch was bedeutet das?

Qualitative Ziele planen

Qualitative und quantitative Ziele Definition und Beispiele

Sind die Ziele der Weltverbesserer qualitativ und die der wachstumsorientierten Unternehmen quantitativ? So einfach ist die Einteilung nicht: Wir zeigen Ihnen, wie eine Einteilung anhand der Definition vorgenommen werden kann.

Definition qualitative Ziele:

Qualitative Ziele gelten als komplizierter zu beschreiben und schwerer bzw. weniger direkt zu messen. Aus diesem Grund werden sie auch als Soft Facts bezeichnet (vgl.: Soft Skills).

Manche Quellen sprechen davon, dass qualitative Ziele messbar gemacht werden. Dabei wird nicht immer der wirkliche qualitative Charakter gemessen, sondern oft nur eine Übertragung in selbst kreierte Kriterien.

Wenn es beispielsweise um die Kundenzufriedenheit geht, kann eine Methode sein, dass Außendienstmitarbeiter Kunden häufiger besuchen, um die Kundenzufriedenheit zu ermitteln. Dies soll beispielsweise in Umfragen geschehen. Wie “gut” dabei “wirklich gut” oder “sehr zufrieden” ist, hängt stark vom einzelnen Kunden und der Interpretation ab. Eine Messbarkeit wird oft mit qualitativen Zielen verbunden.

Beispiele für qualitative Ziele:

Mögliche qualitative Ziele im Marketing sind z. B. die Verbesserung des Images bei Millennials, Kundenbindung verbessern oder Vertrauen in das Unternehmen aufbauen.

Achtung: Die Qualität eines Produktes hat selten etwas mit qualitativen Zielen zu tun: Die “Buchhaltungssoftware soll Abläufe effektiveren” oder “Produkt X soll aufgrund neuer Materialien länger halten” sind beispielsweise quantitativ messbare Ziele.

Definition quantitative Ziele:

Quantitative Ziele lassen sich sehr klar formulieren und auch messen. Aus diesem Grund spricht man auch von Hard Facts. Häufig wird für die Definition von quantitativen Zielen ein klarer Prozentwert für die Steigerung, Einsparung oder die Verbesserung vom Ist- in den Sollzustand gewählt.

Beispiele für quantitative Ziele:

Mögliche quantitative Ziele im Marketing sind die Minimierung der Absprungrate der Homepage um 30 Prozent oder die Vergrößerung der Reichweite um 15 Prozent bis zum Jahresende.

Auch die Verbesserung der Qualität kann ein quantitatives Ziel sein: So ist ein Waschmittel qualitativ besser, wenn mit weniger Waschmittel bessere Ziele erreicht werden. Die Qualität ist quantitativ messbar: 35 statt 33 Wäschen durch bessere Effektivität der neuen Formel.

Qualitative und quantitative Ziele sind keine Einzelläufer

Die Einteilung in qualitative und quantitative Faktoren soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei Fragen des unternehmerischen Erfolges um die Ausrichtung der Vielzahl aus Methoden und Teilzielen geht.

Um beispielsweise das quantitative Ziel der Optimierung durch Digitalisierung in KMU zu erreichen, sind viele Teilziele notwendig, die sich durch das gesamte Unternehmen ziehen und beispielsweise Digitalisierung von Online-Marketing, Vertrieb, Projektmanagement und digitale Kommunikation betreffen.

Wie verknüpft die qualitativen und quantitativen Ziele sind, zeigen auch das magische Sechseck oder die SMART-Ziele.

Qualitative und quantitative Ziele magisches Sechseck

Das magische Sechseck bezeichnet ein Modell aus der Wirtschaftswissenschaft. Es kombinierte ursprünglich vier quantitative Ziele und wurde mit zwei weiteren qualitativen Zielen ergänzt.

Die Ziele im magischen Sechseck sind:

Quantitative Ziele:

  • stabiles Preisniveau
  • angemessenes Wirtschaftswachstum
  • außenwirtschaftliches Gleichgewicht
  • Vollbeschäftigung

Qualitative Ziele:

  • gerechte Einkommensverteilung
  • Umweltschutz

Als magisch wird das Sechseck bezeichnet, da nicht alle Ziele zur selben Zeit zu erfüllen sind und es um ein Gleichgewicht zwischen diesen Zielen geht.

Im Fokus des magischen Sechsecks stehen die Werte Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit und Wohlstand.

Qualitativ, quantitativ und SMART

Ein Ziel zu haben, erfordert auch Methode. Wie facettenreich die Unternehmensorganisation sich gestaltet, zeigt beispielsweise das Konzept der SMART-Zielführung. Jedes Ziel sollte auf die SMART-Formel übertragen werden können. So sind quantitative und qualitative Ziele:

Spezifisch

Messbar

Attraktiv

Realistisch

Terminiert

Mehr Informationen zur SMART-Formel aus dem Projektmanagement finden Sie hier.

Qualitative und quantitative Ziele in Management und Unternehmensführung

Die Einteilung der Ziele in die Kategorien qualitativ und quantitativ hat einen Einfluss auf die Strategie der Umsetzung. Wie gut ein Ziel messbar ist und mit welchen Methoden dies erreicht werden kann, hat einen Einfluss auf:

  • Aufwand und Terminierbarkeit
  • Kosten für Umsetzung,
  • benötigte Mitarbeiter,
  • erforderliches Know-how und
  • die Notwendigkeit der Umsetzung.

Einige Ziele sind stetig: So das Ziel, den Profit zu steigern oder die Effektivität zu steigern, der Umweltschutz im Unternehmen oder die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern.

Andere Ziele ergeben sich aus situativen Auswertungen, so beispielsweise die Senkung der Lagerzeit für Artikel, die Optimierung der Arbeitsprozesse bei Einführung neuer Produkte oder die Verbesserung des Images für höheren Zuspruch im Vergleich zu neuen Marken des Wettbewerbs.

Rolle der Digitalisierung für qualitative und quantitative Ziele

Es ist kaum möglich zu sagen, ob quantitative oder qualitative Ziele schwerer wiegen oder für Unternehmen wichtiger wären. Ein gutes Image eines Unternehmens kann enorme Auswirkungen auf den Erfolg haben, denken wir nur an Kritiken, die an manchen Unternehmen geübt werden und die geringen Auswirkungen auf den Erfolg aufgrund des Status bei der unbeirrten Kunden- und Fangemeinde.

Für die Rolle der Digitalisierung in Verbindung mit qualitativen und quantitativen Zielen ergibt sich im Fazit eine starke organische Beziehung, die mit anderen Zielen aufeinander einwirkt und Möglichkeiten eröffnet. Mit Maßnahmen der Digitalisierung können Ziele erreicht, Methoden gesteuert oder neue Ziele durch verbessertes Monitoring der Abläufe im Unternehmen gefunden werden. Ziele Smart setzten und die entsprechenden Daten aufbauen um diese zu messen, gilt es bei den Finanzen, im Verkauf, wie aber auch zum Beispiel bei der Webseite. Bezüglich der Webseite empfehlen wir auch unseren Artikel Webseiten-Analyse Verstehen, der nicht nur aufzeigt, wie Daten auf der Webseite erhoben werden, sondern auch wie diese ins CRM fliessen. Dadurch wird das Bild über potentielle und bestehende Kunden klarer, der Kundendienst verbessert und die Voraussetzung für mehr Verkäufe geschaffen. Denn es geht je länger je mehr um die ganzheitliche Betrachtung und weniger um eine einzelne Kennzahl. Smart eben.

Fernab jeder Kategorisierung bleibt dabei festzuhalten, dass die Wichtigkeit der Ziele von Vorgängen in individuellen Unternehmen und verschiedenen Branchen abhängt. Ein professionelles Audit für Digitalisierung kann die Effektivität steigern und die Basis für viele Verbesserungen sein.

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