Marketingziele KMU Digitalisierung Schweiz

Marketing spielt zweifelsohne in jedem Unternehmen unabhängig von seiner Größe eine zentrale Rolle. Gutes Marketing führt vor allem dazu, dass Sie den Absatz steigern können und Ihr Unternehmen bekannter wird. In diesem Artikel möchten wir Ihnen aufzeigen, wie Sie Marketingziele richtig definieren und warum dies so wichtig ist.

Bevor wir uns den Marketingzielen widmen, möchten wir den Bereich Marketing an sich einmal klar definieren und von anderen Unternehmensbereichen abgrenzen. Er beeinflusst nicht nur viele andere Abteilungen eines Unternehmens, sondern ist vor allem mit der Kommunikation stark verbunden.

Was ist das Ziel von Marketing?

Es gibt in der Theorie viele Definitionen für Marketing, die sich teilweise unterscheiden. Wir wollen an der Stelle die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

Im Fokus von Marketing stehen immer die Bedürfnisse von Kunden und potenziellen Kunden. Ihre Wünsche und Erwartungen sollten diverse Entscheidungen beeinflussen, damit die Unternehmensziele erreicht werden können. Um zum Beispiel den Absatz zu steigern, also mehr von einem Produkt oder einer Dienstleistung verkaufen zu können, ist entscheidend, was die Kunden wollen.

Marketing ist dementsprechend immer eng mit der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle von Unternehmensaktivitäten verbunden.

Was gehört alles zum Marketing? Die 4Ps

Werbung ist sicher ein wichtiger Teil von Marketing, aber sie macht nicht den ganzen Bereich aus. Man spricht von den 4Ps, die den Marketing-Mix als Ganzes ausmachen. Diese sind:

  • Produkt
  • Place (damit gemeint sind die Vertriebswege)
  • Preis
  • Promotion

Nehmen wir zum Beispiel an, Sie planen, ein neues Produkt auf dem Markt zu bringen. Bevor Ihre Entwicklungsabteilung überhaupt mit der Arbeit anfangen kann, sollten Ihre Marketingexperten zum Zuge kommen.

Diese klären die Frage, ob der Markt überhaupt Interesse an Ihrem geplanten Produkt hat und was die Bedürfnisse der potenziellen Kunden bezüglich eines solchen Produktes sind. Anschließend wird das Produkt entsprechend entwickelt, der Preis festgelegt, der Vertriebsweg gewählt und die Werbung dafür geplant.

Verschiedene Formen von Marketing

Marketing ist sehr schnelllebig und verändert sich ständig. Neben dem klassischen Marketing mittels Flyer, Plakate oder Radio-& Fernsehwerbung sind viele neue Wege dazu gekommen.

Das Direktmarketing über Postsendung oder Telefonanrufe gehört ebenfalls noch zu den klassischen Methoden, wobei der Fokus hier stärker auf der Kundenbindung als auf dem Verkauf des Produktes ist.

Online-Marketing bietet fast endlose Möglichkeiten. Erwähnenswert ist hier zum Beispiel das Performance Marketing. Bei Online-Kampagnen auf Social Media Kanälen ist es zum Beispiel möglich, die Klicks, den Traffic und die Conversions laufend zu überprüfen, auszuwerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Marketingziele Idee

Was sind Marketingziele Beispiele?

Die Marketingziele definieren, welche Ergebnisse durch die Umsetzung des Marketing-Mix angestrebt werden. Es ist wichtig, dass diese vorab klar festgelegt werden, denn nur so können konkrete Maßnahmen bestimmt werden. Die Ziele ermöglichen eine klare Ausrichtung der Arbeit. Entsprechend werden die Maßnahmen und der Einsatz von personellen sowie finanziellen Ressourcen geplant. Wichtig ist es auch, Etappenziele festzulegen, um die Kontrolle zu behalten und gegebenenfalls Änderungen durchzuführen. Nur was in Zahlen vorab festgelegt wurde, kann am Ende auch gemessen werden.

Beispiele für Marketingziele:

Produkt:

  • X neue Produkte im Jahr herausgeben.
  • Umsatz durch neue Produkte um X% erhöhen.
  • Marktanteil der Produkte um X % steigern.

Online Marketing:

  • XX Follower auf Social Media erreichen.
  • Suchmaschinen-Ranking verbessern.
  • XX Besucher monatlich auf der Webseite.

Psychologische und ökonomische Marketingziele

Marketingziele können in unterschiedliche Kategorien aufgeteilt werden. Man kann zum Beispiel zwischen psychologischen und ökonomischen Marketingzielen unterscheiden. Die psychologischen Ziele werden auch als qualitative bezeichnet, während es sich bei den ökonomischen Marketingzielen um quantitative Faktoren handelt.

Qualitative Marketingziele Beispiele:

  • Bekanntheitsgrad
  • Kundenzufriedenheit
  • Markentreue
  • Image
  • Kundenbindung

Ökonomische Marketingziele Beispiele:

  • Absatz
  • Umsatz
  • Gewinn
  • Marktanteile
  • Kosten

Die quantitativen ökonomischen Marketingziele sind natürlich leichter messbar und entsprechend einfacher auszuwerten als die qualitativen. Die psychologischen Ziele sind allerdings die Grundlage, um die ökonomischen zu erreichen. Sie können mittels Marktforschung ermittelt werden.

Taktische und strategische Marketingziele

Eine weitere Unterscheidung ist jene in taktische und strategische Marketingziele. Diese Unterscheidung bezieht sich vorwiegend auf den Zeitrahmen. Die strategischen Marketingziele sind langfristig ausgelegt und sollen über mehrere Jahre verfolgt werden. Bei den taktischen hingegen werden eher kurz- und mittelfristige Ziele verfolgt.

Marketingziele festlegen

Wenn es darum geht, Ihre Ziele zu definieren, dürfen Sie auch erst einmal mit Wunschdenken anfangen.

Wo wollen Sie Ihre Unternehmen in Zukunft sehen? Was ist der Traum, die Vision?

Als Nächstes geht es dann darum, herauszufinden, was realistisch und erreichbar ist. Eine Vision begeistert, aber ohne konkrete Ziele können keine handfesten Schritte geplant werden.

SMART-Ziele

Bei der Definition von Marketingzielen kommt wiederum die SMART-Methode zum Einsatz. Dies ist eine Abkürzung aus dem Englischen und hilft, konkrete Ziele zu festzulegen.

  • Spezifisch: Formulieren Sie Ihre Ziele möglichst konkret, eindeutig und präzise. Welches Produkt soll was wie erreichen?
  • Messbar: Legen Sie Kriterien fest, die gemessen werden können. Hier geht es um konkrete Zahlen wie: Der Absatz von Produkt X soll um XY CHF gesteigert werden.
  • Akzeptiert: Ihre Ziele sollten von allen Beteiligten akzeptiert und als verwirklichbar gesehen werden. Sie sollten angemessen, anspruchsvoll und attraktiv sein.
  • Realistisch: Dieser Punkt hängt mit dem Vorherigen zusammen. Setzen Sie Ziele, die wirklich erreichbar sind mit den Mitteln und Ressourcen, die Sie haben.
  • Terminiert: Bei diesem letzten Punkt geht es um den Zeitrahmen, in dem ein Ziel erreicht werden soll.

Die SMART-Formel sorgt dafür, dass Sie Ihre Ziele vor allem messbar festlegen, sodass Sie auch laufend überprüft werden können. So können Sie sicher sein, dass Sie auf dem Kurs bleiben. Sollte dem einmal nicht so sein, können Sie die Maßnahmen auch jederzeit anpassen.

Marketingziele überprüfen und auswerten

Vielleicht fragen Sie sich bereits, wie Sie all diese Daten messen und evaluieren sollen. Das klingt nach sehr viel Arbeit. Ja, da kommt eine Menge Daten zusammen, die verarbeitet und analysiert werden müssen. Dafür gibt es aber eine Reihe von Software Programmen, die den Job hervorragend für Sie machen können. Aus diesem Grund empfiehlt KMU Digitalisierung vor allem kleineren Unternehmen auf benutzerfreundliche Programme zu setzen, die dadurch Ihre Effizienz erheblich steigern können.

Die Anwendung Zoho Projects ist ein sehr beliebtes Tool dafür. Bei Zoho sind verschiedene Anwendungen aufeinander abgestimmt und direkt integriert. Somit fallen Schnittstellen zwischen dem Projektmanagement, CRM und Buchhaltung weg, da alles bereits miteinander verbunden ist. Zoho Projects verfügt zudem über verschiedene Analyse-Tools, mit denen Sie einfach Diagramme und Berichte erstellen können.

Zoho Analytics ist ein weiteres Ad-on, dass Ihnen hilft, Daten auszuwerten und ohne großen Aufwand Berichte und Analysen zu erstellen. Damit können Sie komplexe Zahlen und Sachverhalte in einfachen Diagrammen darstellen und diese wiederum in Ihren Berichten, im Intranet oder auf der Webseite integrieren.

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