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In der vernetzten Welt stehen KMU vor Herausforderungen und Chancen: Wie gelingt die digitale Transformation für digitale Geschäftsmodelle?

Leise surrt die Drohne mit der letzten Zutat für das Abendessen im Gepäck am Horizont entlang. In etwa 30 Minuten erhalten Kunden eines der größten Onlinehändler ihre Lieferung in den eigenen Garten, bis zu 2,2 kg schwer darf diese sein. Nicht so schlimm, wenn man im Supermarkt etwas vergisst oder keine Lust mehr hat, einkaufen zu fahren.

Von der ersten Lieferung – einem Streaming-Stick und einer Tüte Popcorn bis heute sind bereits fünf Jahre vergangen. In unter fünfzehn Minuten konnte der Kunde das Paket in Empfang nehmen. Seitdem profitieren Kunden vom Lieferservice in der Nähe der Zentralen des Anbieters in den USA, Großbritannien, Frankreich, Israel und Österreich.

Während das digitale Geschäftsmodell “On-Demand” von Streaminganbietern für viele zum Alltag gehört, markiert die Lieferung mit einer Drohne nach der Bestellung im Internet eine Spitze der Möglichkeiten digitaler Geschäftsmodelle und verknüpft die digitale Welt mit hand- und bissfesten Lieferungen.

Zähneknirschen dürfte das dagegen bei einigen kleinen Anbietern auslösen, die unter der Dominanz von Amazon und anderen Anbietern lange leiden mussten und sich mit der digitalen Disruption schwertun.

Ein Blick nach Deutschland und in die Untersuchungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie soll die Chancen der digitalen Geschäftsmodelle für KMU darstellen und auch zeigen, wie wichtig digitale Geschäftsmodelle für Unternehmen in der heutigen Welt sind.

Digitale Geschäftsmodelle Vergleich

Digitale Geschäftsmodelle dominieren unseren Alltag und finden sich in sozialen Plattformen, bei Streaminganbietern mit einem Musik- oder Videoangebot und auch in Abo-Service-Anbietern, die beispielsweise mit Lieferungen zum Festpreis in einer bestimmten Kategorie einmal im Monat für eine Überraschung sorgen.

Was sind digitale Geschäftsmodelle?

Definition digitale Geschäftsmodelle: Digitale Geschäftsmodelle kapitalisieren digitale Technologien und das Internet. Dabei transformieren oder kreieren sie neue Geschäftsideen, Kombinationen aus Produkt und Service oder Marketingstrategien.

Für einen digitale Geschäftsmodelle Vergleich wird analysiert, wie Unternehmen einen Mehrwert generieren und welche Rolle Kunden für die Interaktion und die Monetarisierung spielen. Je nach Ansatz können mehr als 10 verschiedene digitale Geschäftsmodelle definiert werden.

Wir wollen die erfolgreichsten fünf Unternehmen 4.0 in der digitalen Welt näher beschreiben und im Anschluss darauf eingehen, wie KMU digitale Geschäftsmodelle und Datenerhebungen nutzen können, um ihr Business zu transformieren.

Digitale Geschäftsmodelle

Top 5 digitale Geschäftsmodelle Übersicht

Diese fünf digitalen Geschäftsmodelle haben sich weltweit als erfolgreiche Rezepte für viele verschiedene Unternehmen entpuppt. Einige Unternehmen können auch in mehreren Kategorien auftauchen, so finanzieren sich einige Social-Media-Plattformen durch den Verkauf von Nutzerdaten und Werbeanzeigen auf der Plattform.

1. On-Demand-Plattformen

Einfach online auf Nachfrage Inhalte nutzen: Bekannte Streaminganbieter wie Netflix, HBO, iTunes, Spotify, Audible oder Bookbeat bieten für eine monatliche Zahlung so viel Entertainment, wie die Nutzer wollen. Eine Begrenzung gibt es nur in Bezug auf die Anzahl der Benutzer, die ein Konto verwenden.

Geld erhalten die Streaminganbieter durch monatliche Einnahmen. Das funktioniert effektiv, verspricht Gewinne und steht für Nutzer zu günstigen Preisen zur Verfügung, da mehrere Nutzer zur selben Zeit auf denselben Inhalt zugreifen können.

Mögliche Inhalte, die bei Streaminganbietern On-Demand, also auf Nachfrage zur Verfügung stehen:

  • Filme,
  • Musik,
  • Podcasts und
  • Hörbücher

2. Free/Freemium

Bis auf Sonnenschein und Luft zum Atmen und wenige weitere haben alle Dinge einen Preis. Nutzer von kostenlosen Angeboten wie Social Media Plattformen zahlen diesen durch Daten wie das Surfverhalten oder Keywords aus Chatverläufen auf dem Smartphone. Eine abgewandelte Form des Free Service ist das werbefinanzierte Angebot, wie es beispielsweise bei der Videoplattform YouTube oder der Suchmaschine Google der Fall ist. Auch kostenlose Social Media Kanäle finanzieren sich teilweise durch Werbeeinnahmen.

Eine Erweiterung des kostenlosen Angebotes ist das Fremium (Free – Premium) Angebot, wobei ein bestimmter Service in der Basisausstattung zur Verfügung steht, einen Mehrwert für Nutzer bietet und durch einen zusätzlichen Beitrag zum Premium-Service aufgerundet werden kann. Die Praxis wird von einigen Softwareanbietern für Antivirensoftware, Trackingschutz oder VPN angeboten.

3. Peer-to-Peer

Peer-to-Peer Anbieter wie Airbnb, Just Eat Takeaway, Carsharing Anbieter oder Peer-to-Peer Kreditanbieter verkaufen keine Produkte oder Dienstleistungen, sondern stellen lediglich die Kanäle für das Networking zur Verfügung. Das Geschäft ist erfolgreich, da es Personen und Anbieter verknüpft. Geld verdienen die Anbieter an einer Gebühr für die Buchung über die Plattform.

4. Subscription (Abonnement)

Subscription Geschäftsmodelle bieten weltweit Abo-basierte Lieferungen für Ihre Kunden. Dabei wählt man ein Angebot auf der Plattform aus, zahlt den monatlichen Betrag und wird jeden Monat von einer Lieferung überrascht.

Anbieter gibt es weltweit für Nahrungsmittel, die mit Rezepten ausgeliefert werden und diverse Hobbyartikel, die Nutzung von Autos oder ganz klassisch: Zeitungen und Magazine.

5. E-Commerce

E-Commerce Anbieter offerieren Ihre Waren und Dienstleistungen nicht in einem lokalen Verkaufsgeschäft, sondern ausschließlich im Internet. Im Webshop suchen sich Kunden Produkte aus und bekommen diese per Post geliefert. Das funktioniert innerhalb von Tagen, 24 Stunden oder manchmal auch in kurzer Zeit per Drohne.

Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren digitale Geschäftsmodelle

Wichtigste Voraussetzung für digitale Geschäftsmodelle ist immer eine Digitalisierung der Abläufe des Unternehmens und des Wirtschaftens. Als Basis ist anzusehen, dass Kunden das Angebot mit digitalen Endgeräten auswählen können oder dass digitale Netzwerke zur Verfügung stehen bzw. dass intern Kundendaten digital erfasst und ausgewertet werden. Auch eine Digitalisierung der internen Abläufe wird als vorteilhaft gewertet.

In “digitale Geschäftsmodelle Themenheft Mittelstand-Digital” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Deutschland) ergaben Umfragen erfolgreiche Konzepte auf dem Weg zum digitalen Geschäftsmodell.

Als erfolgreichste Konzepte gelten:

  • Stärkere Vernetzung mit Kunden und Partnern (72 Prozent)
  • Statt Produkte Lösungen und Systeme anbieten (66 Prozent)
  • Serviceleistungen mit Mehrwert für Kunden ausbauen (64 Prozent)

Inspirationen und neue Ideen erhalten die Vorreiterunternehmen von eigenen Mitarbeitern (70 Prozent), Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalyse (64 Prozent) und von Kunden / aus dem Crowdsourcing (55 Prozent).

Vier Entwicklungsstufen für digitale Geschäftsmodelle KMU

Analysiert wurden vom deutschen Bundesministerium digitale Geschäftsmodelle aus der Unternehmenswelt auf die Faktoren

  • Grad ihrer Vernetzung der Unternehmensstrukturen
  • Einbindung der Unternehmens- und Kundenkontakte in Netzwerken
  • Einfluss, den diese Informationsökosysteme auf Produkte oder Serviceleistungen der Unternehmen haben.
  1. Stufe: In dieser Stufe werden digitale Möglichkeiten hauptsächlich für das Marketing genutzt. Newsletter, Abonnements, Mailings, Cookies auf der Homepage oder manchmal auch Kundenaccounts und personalisierte Apps sind der Einstieg in die Digitalisierung des Geschäftsmodells.
  2. Stufe: In der zweiten Stufe erstellen Unternehmen mit der Hilfe von Digitalisierungen klare Kundenprofile. Kundenmanagementsoftware (CRM) wie Zoho wird dafür genutzt, Angebote gezielt und personalisiert auf der Basis von Kundendaten zu erstellen. Als Instrumente dafür gelten Feedbackschleifen, Bonusprogramme oder Gutscheine für den Shop oder auch das Verkaufsgeschäft.
  3. Stufe: In dieser Stufe sind Kunden in das System des Unternehmens integriert und haben große Möglichkeiten der Einflussnahme durch eine intensive Feedbackkultur. Diese Stufe wird durch Vernetzung des Unternehmens in den Social Media, hohe Feedback-Freudigkeit in Produkt und Serviceinnovation sowie Kundenbindungsmaßnahmen durch maßgeschneiderte, kreative Angebote gekennzeichnet.
  4. Stufe: In dieser Stufe sind Unternehmen und Kunden auf höchstem Level vernetzt. Produkte und Service sind ein Resultat oder im Fokus dieser Netzwerke. Elektronische Einkaufs- und Vertriebsplattformen, kundenorientierte Angebote durch Kooperation und gebündelte Angebote oder Services steigern die Effizienz und den Mehrwert für Kunden.

Nicht jeder braucht Lieferungen per Drohne

Mit einer guten digitalen Strategie und Beratung finden Sie Ihren digitalen Weg und die Maßnahmen, die für Ihr Unternehmen praktikabel sind und im Rahmen einer Optimierung die Verbesserung von Effektivität, Reduzierung der Kosten und Gewinnsteigerung einhergehen.

Die Entwicklung hin zum wettbewerbsfähigen Unternehmen mit der sinnvollen Nutzung digitaler Strategien bedeutet organisches Wachstum und eine Prozessoptimierung mit sinnvollen Teilschritten und stetigen Analysen mithilfe digitaler Daten.

Quellen:

https://www.amazon.com/Amazon-Prime-Air/b?node=8037720011

https://www.theguardian.com/technology/2016/dec/14/amazon-claims-first-successful-prime-air-drone-delivery

https://www.mittelstand-digital.de/MD/Redaktion/DE/Publikationen/Themenheft/themenheft-digitale-geschaeftsmodelle.pdf?__blob=publicationFile&v=12

https://venture-leap.com/2020/10/29/digital-business-models-an-overview/

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