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Design Thinking ist eine strukturierte und kreative Methode, mit der sich komplexe Probleme lösen oder neue Ideen schneller entwickeln lassen. Deswegen greifen heute mehr Unternehmen denn je auf dieses effektive Verfahren zurück. Der Design Thinking-Prozess besteht dabei aus 6 einfachen Phasen bzw. Schritten, die es Ihnen erlauben, eine Problemstellung gezielt zu adressieren.

Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, was genau Design Thinking ist, wie es angewandt wird und wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann.

Was ist Design Thinking und wie hilft es Ihrem Unternehmen?

Kreativität, neue Ideen und einfallsreiche Lösungen für bestehende Probleme treiben den Erfolg eines Unternehmens wesentlich voran. Daher ist es wichtig, genau dafür einen strukturierten und dennoch intuitiven Prozess in der Organisation zu haben. Hier kommt Design Thinking mit seinen 6 Phasen ins Spiel. Es verbindet nämlich eine strukturierte Herangehensweise, ohne dabei kreative Lösungen einzuschränken oder zu unterdrücken.

Es gibt keine Grenzen bei der Anwendung von Design Thinking, jede Problemstellung lässt sich damit angehen. Doch besonders im Zuge der Digitalisierung, agilen Arbeitens und New Work ist Design Thinking heute in diesen Bereichen beliebter als jemals zuvor. Unternehmen können damit möglichst schnell und effizient neue Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen entwickeln, um somit die zügig ändernden Marktanforderungen zeitig zu adressieren.

Das sind die 6 Phasen beim Design Thinking-Prozess

Es gibt 6 Phasen bzw. Schritte beim Design Thinking-Modell, die man methodisch nacheinander durchläuft. Dadurch gibt es also eine gewisse Rahmenhandlung, die aber dennoch Kreativität und Flexibilität aktiv fördert.

Design Thinking Phasen Idee & Kreativität

Phase 1: Problem verstehen

Da man beim Design Thinking nicht selten als Gruppe arbeitet, ist das gemeinsame Verständnis des Problems ein wesentlicher Baustein. Demnach widmet sich die erste Phase komplett der richtigen Definition des Problems sowie einer möglichen Lösung. Hierbei spricht man auch oft vom Problemraum und Lösungsraum, die die Grundlage für die folgenden Phasen bilden.

Dabei müssen Sie auch darauf achten, aus welcher Sicht das Problem und die Lösung zu erfassen sind. Verwechseln Sie nicht die Interessen Ihres Unternehmens mit den Interessen Ihrer Kunden. Am Ende der ersten Phase sollten Sie ein gemeinsames Verständnis bzw. eine Liste von Annahmen haben, die das Problem aus Sicht des Stakeholders darstellen. Erst im Anschluss können Sie dann in den nächsten Phasen gezielt nach einer Lösung im möglichen Raum suchen.

Phase 2: Bedürfnisse beobachten

Ob für das eigene Unternehmen oder für ein neues Produkt Ihrer Kunden, Sie müssen in der zweiten Phase die Bedürfnisse beobachten. Hierbei gibt es einige praktische Methoden, um die Bedürfnisse und die Dringlichkeit richtig abzustecken. Interviews, in denen man die Menschen direkt befragt, sind hierbei ein ausgezeichnetes Mittel. Aber auch Feldforschung und besonders Simulationen werden dank neuer IT-Technologien immer beliebter.

Dabei validieren Sie auch, ob die Annahmen zum Problem aus der ersten Phase richtig getroffen wurden. Schrecken Sie nicht davor zurück, Annahmen zu streichen. Das erlaubt Ihnen, sich noch gezielter auf die Übrigen konzentrieren zu können. Die Dringlichkeit lässt sich ebenfalls aus Interviews erkennen, aber auch an bestehenden Übergangslösungen. Wenn Ihr Unternehmen oder Ihre Kunden auf Übergangslösungen angewiesen sind, ist das ein guter Indikator für die Dringlichkeit eines Problems.

Phase 3: Herausforderung definieren

Nachdem Sie das Problem verstanden und Bedürfnisse beobachtet haben, geht es in der dritten Phase darum, daraus eine Herausforderung zu definieren. Dabei bewerten Sie mithilfe der übrigen Annahmen den Lösungsraum noch etwas genauer als in der ersten Phase. Im konkreten Fall kann das zum Beispiel bei einem Produkt der „ideale“ Kunde anhand einer sogenannten „Persona“ sein. Diese beschreibt die Person, ihre Bedürfnisse sowie die Umgebung, um noch besser aus ihrer Sicht heraus das Problem sehen zu können.

Im Unternehmen können das hingegen die Anwender einer Software sein, für die es ein Problem zu lösen gilt. Der Kundengedanke gilt also natürlich auch für die eigenen Mitarbeiter im Unternehmen. Das Ergebnis dieser Phase sollte sein, dass Sie die Herausforderung mithilfe der Annahmen und Persona richtig definiert haben. Im Normalfall haben Sie jetzt ein schlüssiges Gesamtbild, mit dem Sie das Problem konkret angehen können.

Phase 4: Ideen entwickeln

In der nächsten Phase geht es schliesslich darum, Ideen zu entwickeln, die das Problem der Persona oder des Stakeholders lösen. Dabei können Sie in drei einfachen Schritten vorgehen: Zunächst sammeln Sie alle möglichen Ideen ein. Es gibt zahlreiche Methoden, mit denen Sie gezielt kreativ vorgehen können, wie zum Beispiel das Brainstorming. Achten Sie jedoch darauf, die Regeln des Brainstormings einzuhalten, um die besten Ergebnisse zu erhalten.

Danach bewerten Sie diese Ideen hinsichtlich ihrer Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Schliesslich nützt Ihnen die beste Idee herzlich wenig, wenn diese sich praktisch nicht umsetzen lässt. Das erlaubt es Ihnen im letzten Zwischenschritt, die besten Ideen zu priorisieren. Dadurch haben Sie in der nächsten Phase den Vorteil, sich auf einfache Lösungen konzentrieren zu können.

Phase 5: Prototypen erstellen

Eine der wichtigsten Phasen beim Design Thinking ist das Erstellen von Prototypen. Hierbei geht es darum, die zuvor ausgewählten und priorisierten Ideen in einem Prototyp abzubilden. Dabei soll die Frage beantwortet werden, wie man die Bedürfnisse des Kunden (oder Unternehmens) mit dem erstellten Prototyp erfüllen kann. Es kann sich beispielsweise sowohl um einen physisch gebastelten Prototyp als auch um eine Prozessskizze bzw. -beschreibung handeln.

Dabei sollten Sie beim sogenannten Prototyping einige Regeln beachten, um diese Phase nicht zu aufwendig zu gestalten. Erstellen Sie Prototypen nur dann, wenn sich diese auch zeitig umsetzen lassen. Investieren Sie nicht zu viel Aufwand, denn der Prototyp dient nur temporär dazu, eine mögliche Lösung zu veranschaulichen, ehe er dann weggeworfen wird. Schliesslich ist das Prototyping ein iterativer Prozess, der immer wieder von Neuem beginnt.

Phase 6: Prototypen testen

Die letzte Phase im Design Thinking-Prozess ist das Testen des zuvor erstellten Prototyps. Dabei geht es nicht darum, dem Kunden oder Stakeholder die „Lösung zu verkaufen“, sondern konstruktives Feedback von ihm einzusammeln. Dieser testet also den Prototyp und teilt Ihnen dann seine Meinung und Fragen mit. Hierbei kann sich dann herausstellen, ob es Sinn macht, den Prototyp weiter iterativ zu verbessern oder ob die Lösung sich gar nicht erst eignet.

In beiden Fällen wäre das ein erfolgreicher Abschluss des Design Thinkings, denn Sie konnten mit einem überschaubaren Aufwand eine potenzielle Lösung testen. Eignet sich der Prototyp jedoch zur weiteren Verbesserung, dann sind Sie sogar auf einem guten Weg, am Ende eine sinnvolle Lösung zu entwickeln. Sie können den Design Thinking-Prozess jetzt nämlich mit dem Wissen aus der ersten Runde von Neuem beginnen und so der finalen Lösung Schritt für Schritt näher kommen.

Wieso sehen manche Modelle nur 5 Phasen des Design Thinkings vor?

In manchen Modellen wird die erste und zweite Phase zusammengefasst. Das bedeutet, dass Sie in der ersten Phase das Problem erörtern und bereits die Bedürfnisse von Kunden oder Stakeholdern einbeziehen. Anschliessend fahren Sie wie gewohnt mit der nächsten Phase – dem Definieren der Herausforderung – fort. Weitere Unterschiede gibt es zwischen dem Design Thinking-Verfahren mit 5 oder 6 Phasen in der Regel nicht.

Wie Zoho One Sie im Design Thinking-Prozess unterstützen kann

Zoho One kann Ihr Unternehmen aktiv beim Design Thinking-Prozess unterstützen. Sie finden verschiedene Module, die folgende Phasen beim Design Thinking abdecken:

  • Problem verstehen und Bedürfnisse beobachten: Mit Zoho Notebook können Sie beispielsweise spielend leicht Interviews durchführen, um so wertvolle Erkenntnisse zu sammeln.
  • Herausforderung definieren: Zoho Writer hilft Ihnen dabei, Personas zu erstellen und ein schlüssiges Gesamtbild zu kreieren.
  • Ideen entwickeln: Zoho Sites erlaubt das schnelle Teilen und Priorisieren von Ideen, die dann zu einem Prototyp führen können.
  • Prototypen erstellen: Mit Zoho Survey & PageSense erstellen Sie im Handumdrehen Mockups und Storyboards, die sich einfach iterativ verbessern lassen.
  • Prototypen testen: Zoho Survey erlaubt es Ihren Kunden und Stakeholdern, Ihr umfassendes Feedback ganz einfach mit Ihnen zu teilen.

Damit deckt Zoho One alle Phasen im Design Thinking umfassend ab und hilft Ihnen dabei, den Prozess möglichst einfach, schnell und effizient zu gestalten.

KMU Digitalisierung: Ihr qualifizierter Ansprechpartner für Zoho in der Schweiz

Sie interessieren sich für Design Thinking sowie die verschiedenen Phasen und möchten den Prozess in Ihrem Unternehmen als strukturierte und effiziente Methode einsetzen, um kreative Lösungen zu finden? Gern hilft Ihnen KMU Digitalisierung als Ansprechpartner für Zoho in der Schweiz dabei, die leistungsstarke Software in Ihrem Unternehmen einzuführen. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie sich kostenlos beraten.

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